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Mittwoch, 26. August 2009

Neue Blogdomain

http://akirablog.ch/

Neue Blogdomain. Ab jetzt sind die neuen Posts vprläufig dort zu finden :-)

Grüsse,
Akira.

Dienstag, 21. Juli 2009

Jahresblog

So, so, so. Ein ganzes, verflixtes Jahr ist also schon um. Ich glaube, ich muss mich daran gewöhnen, dass die Zeit sich für mich nicht nur physisch, also wegen der Grösse meiner selbst und der Gravitation der Erde, nein auch psychisch empfunden, verändern, sofern ich hier im Futur sprechen darf, wird. Es ist vollbracht, das erste Jahr: Kummer und Freude, diese, denen ich Prägung und Kenntnisse verdanke sind verstrichen. Ein. Ganzes. Jahr. Es. Ist. Unglaublich. Danke!


Was hat aber klein-Akira-sensei hier so tolles ausgegraben, dass er ein solch Aufruhr auszulösen vermag? (Mist, ich merk, dass Ödipus Rex mir betreffend dem Satzbau zugesetzt hat ;)). Tja, ich habe ein verschollenes Dokument wiedergefunden. Die Bergungsaktion hat am 21. Juli 2009 begonnen und am selbigen Tage auch wieder aufgehört: Ein vereinsamtes Word-File in einem Ordner namens NKSA … mit einem Bericht der Empfindungen meinerseits des ersten und dritten Schultages an der ominösen „Schule“.


Ich habe damals, vor knapp einem Jahr, einfach alle meine Rezeptionen herausgenommen und am Mittag im EG-PC-Raum niedergeschrieben. Naja, weder Rücksicht auf irgendwer noch Personenschutz oder Sonstiges ist von mir vorgenommen worden, d. h. voll Rohr auf den Magen, schlicht nur für mich, und nicht die Öffentlichkeit. Doof, dass ich mich jetzt dennoch entschieden habe, es zu publizieren. Cool, ne? Na, ich fühlte mich gezwungen, einige Phrasen herauszukürzen, da ich denke, dass sie schon frech oder gemein sind, so sind sie weg … viele (aber nur viele ;)) sind eh nur Vorurteile …


Scheisse, ich muss sagen, manchmal musste ich beim durchlesen schon lachen. Ich habe nichts verändert und/oder angefügt, einfach so gelassen. Es ist quasi die Urform des Akira-Schreibstils. Ich finde es echt faszinierend, wie ich eine Metamorphose betreffend allem Geschriebenen durchgemacht habe, wohl nicht zuletzt zu Danke dem General. (Wer das ist, wirst du schon noch feststellen).


Zensuren sind […] und verdecken von einzelnen Wörtern bis ganze Abschnitte.



1. Tag

Und das ist das Episodchen, von meinem erneuten ersten Schultag an einer vollkommen neuen Schule, von der ich aber nicht weiss, wie man sie am besten in das sehr beschränkte Hochdeutsch übersetzen könnte, geschweige denn die korrekte Transkription derselben. Und wenn ich sie wüsste (natürlich hab ich geflunkert, ich kenn den Namen ;)), dann würde ich sie, oder lassen wir den Konjunktiv, ich sag’s euch schlicht nicht, da man sonst mein Alter annähern könnte. Danke für das Verständnis.

Wie dem auch sei, am Morgen trifft man sich am Bahnhof mit … nein alleine halt. Aber wer trifft man? Yeah, Dominik unser Drummer steht auch am Bahnhof, auf den Zug ins für mich neue, für ihn gewohnte Schicksal wartend. Nebenbei: Dominik besucht nicht dieselbe Schule wie ich, sondern übt einen Beruf aus. Wie dem auch sei, nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt trennen sich unsere Wege und ich zieh von dannen Richtung meines Schulareals. Der Rektor und der Prorektor versprachen in einem verheissungsvollen Brief, dass es eine mindestens dreiviertelstündige Rede geben wird, was mich zum einen beeindruckt und […]. Dem Prorektor seine Augen huschen in der Menge von einer relativ grossen Anzahl Schüler umher, sucht Blickkontakt, […]. Nach einigem administrativen […]werden wir dem Abteilungslehrer zugeteilt, beziehungsweise heruntergelesen, wo wir schon eingeteilt waren.

In den Klassenlokalitäten angekommen, stellt sich uns unser Abteilungslehrer als Herrn Zeta (Name von der Redaktion, sprich von mir, Akira, geändert) vor und weiter geht’s mit Formularen ausfüllen. Alle Schüler sehr nachdenklich und scheu gestimmt, bringt er einen Kalauer gefolgt von dem nächsten. Zugegeben, manchmal waren sie sogar keine Kalauern, sondern wirklich lustig. – Wir haben Männlein und Weiblein fast gleichermassen vertreten, [...]

Herr Zeta führt uns durch die ganzen Gebäuden und Turnhallen, Musikzimmer und Aulen. Er marschiert wie ein General; sowie er auch spricht, sehr laut, sehr gutes Hochdeutsch und immer was Disziplinierendes im Unterton. So erklärt er uns Regeln, was wir dann und dann tun sollen und dürfen bzw lassen können und müssen. Nach diesem kleinen Rundgang durch das pädagogische Institut, welches übrigens als eines der Besten gilt, oder von den Rektoren nur als das beschworen wird, geht’s ab zum Mittagessen in der Mensa. Man trifft einen alten Bekannten der Volksschule, der auch das schmeisst, was ich da tu. Gesellig setze ich mich zu ihm, da sich die anderen meiner Klasse scheinbar alle zum Invisible Touch höchstpersönlich mutiert haben. Für wenig Geld kann ich eine grosszügig geschöpfte Portion SchniPo geniessen, wobei mein Kollege A17 an von zu Hause mitgebrachtem Was-auch-immer-es-war sich zu erfreuen versuchte.

Nach dem Essen watscheln wir ein wenig unbeholfen auf dem grossen Schulgelände umher, um uns danach im Informatik-Zimmer 16 wiederzufinden, wo ich des späteren nachmittags dasselbige Fach erfahren werde. In Zwischenzeiten, wo man nichts zu tun hat, ist es gestattet an die Computer zu sitzen und die Zeit mit irgendwelchen hirnlosen Internetseiten zu verbringen … tja, wenn man nur das Passwort unserer Klasse wüsste, wäre das wohl auch die unsrige Beschäftigung der nächsten 15min gewesen, bis mein Unterricht hier und des Kollegen A17’s seinen in seinem jeweiligen Zimmer begänne; aber man wusste es schlicht nicht. So wird halt die fünfzehnminütige Pause zu einer Halbwertszeit eines Uran238atoms. (Was diese beträgt, lässt sich im Internet nachschlagen ;)).

Nach weiteren 4,468 Milliarden Jahren (oh nein, jetzt hab ichs noch verraten …) kommt der Lehrer herein und wir beginnen 2h lang eine sehr anödende Informatik-Lektion mit weiteren Formularen und Email-Adressen-Umleitungen.

Mein Zug nach Hause fährt genau 5min nach Schulschluss. Ergo müsste ich sehr pressieren … wäre hier nicht wiederum ein fieser Konjunktiv! Nein, der Lehrer lässt uns, aus welchen Gründen auch immer, gute 6min eher raus, und für mich reicht es, vom Schulhaus bis zum Bahnhof zu marschieren (ich hab mächtig ausgeholt, immerhin 7min und 36sek; bei meinem Schritttempo, gleich des Generals seinem.) Nach ein wenig Verwirrung am Bahnhof reicht es mir aber schön um den Zug zu besteigen und nach Hause zu rasen. […]

Comments per PM/IRC oder anderen Instant Messengern ;)



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3. Tag

Der zweite Tag geht dem Ende zu. Nein, Scherz, wir haben Mittag. Am Morgen gab’s schon die erste ganz tiefe Verunsicherung und Frustration. Als ich, ein wenig sicherer als bis anhin, den Altbau aufsuche, und in dessen UG marschierte, kam auch sogleich die Aufklärung. Herr Beta, mein Lateinlehrer sei krank. Keine Ahnung warum mir das erst jetzt mitgeteilt wurde ... Kacke. Also eine Stunde zu früh in der Schule. Irgendwo in der Mensa trifft man ein zweites verlassenes Schäflein, besser bekannt als Thomas. (yah, der heisst Thomas!). Wie mir erklärt wird, ist er immer schon eher hier als alle anderen, denn er möge das Gehetze morgen früh nicht.

Perge, perge. […]. Wir schlagen im Strafgesetzbuch ein paar Dinge nach, und die Stunde ist so jäh vorbei, wie sie angefangen hatte. Im nachfolgenden Fach, nämlich Französisch, was das ganze nicht so einfach. Zwei Stunden bei einem coolen Lehrer. Er ist der Miraculix der Wirklichkeit mit einem kleinen Touch von George Washington im Gesicht. Nicht schlecht staunen wir, als er uns nonstop mit unverständlichen französischen Wörtern vollpredigt. Ich versuche mich gleich ranzuhalten und das Beste aus dem Fach zu machen. Nicht schlecht. Am Ende lesen wir L’Ordinatuer […].



Wie gesagt, die Zensur ist einfach nicht für die Öffentlichkeit, auch wenn sie grösstenteils nur aus Vorurteilen gesteht. „Akira ist ein riesiges A[…].“ … mag vielleicht eine ein- bis zweideutige Zensur sein, jedoch ist sie nur ein Vorurteil (resp beschimpfe ich mich nicht selber, man ist ja kein masochistisch veranlagter Selbstgeissler …)


Stichworte sind zB das beschränkte Hochdeutsch, der ewige Konjunktiv, der mässige Sarkasmus, Thomas' resp Alphas "immer-füher-dort-sein".


Und so weiter und so fort et cetera et cetera und gegbenenfalls perge, perge. Ich erwarte von jedem Blogleser ein Comment der entweder eine Kritik, ein nostalgisches „An-den-ersten-Schultag-zurückdenken“ oder eine sonstige Form von Selbstbemerksamkeit! :-)




See you,

Akira.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Das Mysterium der doppelten M&Ms

Es ist unglaublich. Wirklich! Das kann doch gar nicht sein! Dieser vermaledeite Automat kann mir mal kreuzweise den Buckel herunterrutschen, ha!


In unserer ach so bezaubernden und zur Mittagsstunde manchmal erheblich die Stimmung ändernden Mensa. Sie ist das ultimative Objekt der kollektiven Glorifizierungen und der halt nicht allzu schmeichelhaften –fizierungen. Aber darauf will ich eigentlich gar nicht hinaus; edlen Gemütes rede ich hiernach nicht über Spargelblätzchen („omg“ Word versteht Spargelblätzchen!) oder andere Fladenspezialitäten, sondern über eine unauffällige, wahrscheinlich von einem bösen Fluch befallene Maschine. Ein Automat besser gesagt. Wie jeder weiss, heisst „autos“ ja selbstständig und „matos“ denken. Schon alleine darum ist mir das Geschwür Grund zur Sorge. Nun bin ich ein geübter M&Ms-Esser, was ich zugleich auch sehr gerne tue. So kommt es also oftmals vor, dass ich respektive (damit wir dieses Kultwort auch noch drin haben) eine von mir ausgesandte MMsDelegation, die mir getreu ist, ein cooles Päckchen dieser verlockenden (und vA wenn man einmal angefangen hat, einem nie mehr loslassenden, bis sie alle sind) grossen Brüder der Smarties kaufe … und ja … sie dann halt, einfallsloserweise esse. Keine ethischen, moralische, religiösen oder gar staatlichen Rechte verletzt … jedoch kam es bis jetzt in 100% aller seit der Geschichte vom MMsverzehrenden (ui, ein Adjektiv, das man gross schreiben muss) Akira, seit der Existenz dieses verdammten Automaten, seit Menschen gedenken, Fälle nicht vor, dass bei mir, MIR, DEM MMsFan schlechthin, noch NIE deren ZWEI Päckchen aus dem Schacht des Apparaten geborgen wurden. Es. Ist. Unglaublich.
Du, der du der Situation nicht im Klaren bist (du der du der, Parallelismus bemerkt? ;)) erläutere ich das schnell. Als häufiger Kunde dieses doofen Gerätes, MMs (menno, kein Synonym für MMs?) rauslassend, gibt es neben mir noch den Miron-Man und die Frau K, die wohl immer Kaugummis dabei hat (… haben soll(?)) … vor 2 Monaten kam zweitere daher, 2 Tüten MMs in der Hand (hab dann auch was abbekommen), dann vorgestern, Miron-Man bekommt, Alpha im Schlepptau, an den Apparat hauend, ZWEI Tüten, kurz darauf spuckt er mir wieder nur EINE raus. Jede Woche bekommt jemand nicht eine, nein, zwei Mal Genuss für einmal Geld, bis auf mich … wie gemein.
Heute Nachmittag wars wieder genau dasselbe. So eine obergrosse Riesenkacke. Ich nenn das ein Totalversagen der Kybernetik, der Supergau aller Maschinen, die unmissverständliche Kriegserklärung von ihm an mich.


Die Sache ist noch nicht gegessen!



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Mittwoch, 20. Mai 2009

Ode an den Untergang

Es. Ist. Unglaublich. (ohne jeglichen Konsens)

Ich habe Mma Ramo- ... (na, an was erinnert uns das?) ~ ich meine Mme Näkemiin (oder wie sie sich auch nennt (haha). Komischer Name hast du dir das ausgesucht) mal versprochen, quasi ein Manifest der definitiven Komplexität in Form eines ausgesuchten Textes zu verfassen; dafür brauch ich eine gute Inspiration, wenn es soweit ist, werdet ihr (oder DU, Näke) es sofort am ersten Satz merken: Du wirst ihn nach dem 3x und im Kopfstandlesen noch nicht kapiert haben :)

Aber nun zu den eigentlichen Themata (welch schöner Plural) von heute, nämlich dem Untergang. Aber nein, nicht nur irgendein simpler, fast schon lächerlicher Untergang wie zB der Trojas oder einem sonstigen Dorfe, nein, es handelt sich um den ultimativen (ich benutz das Wort eigentlich nicht gerne ...) Okzident (Orient -> Sonne geht auf, Okzident, Sonne geht unter; kommt von occidere, was eigentlich sterben heisst, also passt es optimal in den Kontext) des Grauens der geprägt von Unmut und professionell zu verstecken versuchten Widerwilligkeit, die nicht nur bei mir vorhanden waren, sondern sich durch unser ganzes männliches Kollektiv der Infcömler vermehrt hatten. Aber worin bestand denn dieser dämonische Akt? Ganz einfach, wir gehen baden; - entschuldigung – schwimmen. Draussen. (Hier würden die ersten Phrasen von Beethovens 5ter Sinfonie sehr gut als Untermahlung passen … ihr wisst schon: Tö-tö-tö-taaaaaaahm)

Es ist Montagabend. Ein äusserst friedlicher dazu … so scheint es. Armer-Akira hockt vor der PC aufgeregt mit dem Herrn S9 und Alpha chattend … wie kommt man an den ominösen Ort, der von den Einheimischen „Schachen“ genannt wird? Suspekt! S9 scheint sich nicht um mich kümmern zu wollen; einmal ist er essen, dann gleich (nerdiger Terminus, „sry“) „AFK“ und demnächst wohl „off“. Glücklicherweise ist der ehrenwerter (im wahrsten Sinne des Wortes. Hier eine extra Laudatio für Alpha, der mir zum y-ten mal aus der intrastrukturierten Scheisse (ein klassischer Neologismus) geholfen hat, wofür ich ihm schon sehr dankbar bin J) sehr gut informiert und konnte sich die Inform … (argh, ich sollte Wortwiederholungen vermeiden … hmm …) die Orientierung für den Weg Bahnhof-Schachen einfach aus den Fingern saugen (respektive ihm von mir aus seinen Fingern saugen lassen … hö?) Man einigt sich auf einen Zug früher als sonst, damit wir auch wirklich alles finden werden. (Ich bin ein radikaler Nichtgernefrühaufsteher) Aber wie dem auch sei, ich musste mich dem Weg beugen und mich fügen.


~+1 Nacht~


„Wunderschönen guten Morgen“, bemerke ich zu Alpha. (Ich hab noch praktisch nie eine direkte Rede für meinen Blog verwendet; diese hier ist nur Alibi). Tonlos gehen wir geräuschlos durch die brotlose (welch panischer Ausdruck (wie geil, pansich ist mir eben eingefallen … panis heisst Brot!) Gegend, natürlich das äusserst business wirkende Gesicht auf sowie einen angemessenen Schritt.

Wir nähern uns kontinuierlich dem Punkt 0, dem Ground Zer0 … nach ein paar Komplikationen aber haben wir alles gefunden, haben uns umgezogen und uns mit einer absoluten Mehrheit von 14/15, also mit einem Prozentanteil von 93,3% auf dem Felde eingefunden … wer fehlte, muss ich hier glaube ich nicht extra erwähnen, oder? *rolleyes*


Entgegen meiner Erwartung sind wir erst ein wenig draussen, werfen Speere und springen weit. (Aber nein; wir waren nicht nur (als abschwächendes Partikel) draussen, sondern wir waren draussen!). Es war ziemlich kalt (jedenfalls ich fror) und ich wollte eigentlich nichts als einen Donut (Wikipedia sagt dem „ein[en][…] US-amerikanische[n]/kanadische[n] Krapfen … haha, ein Krapfen) und nach Hause gehen. Doof, das ich das nicht konnte.


Nach einer Weile beschloss unser Dozent der Bewegung (der übrigens wohl bis an das Absolute angrenzende Motivation, von der ich eigentlich auch keine Ahnung habe, woher er die hat … ich meine: Sport. Draussen. Schwimmen. Kälte. Hallo? Ich ziehe den Hut vor Ihnen, Herr M.), dass wir uns doch noch ins sogenannte kühle Nass begeben werden (leider mal nicht im Konjunktiv …) Man zieht sich also kurzerhand um und steht zitternd, frierend, schaudernd und widerstrebend vor der Dusche, aus der nur arktisch frostiges sogar noch flüssiges Wasser kommt … Tod und Verderben! Nachdem sich alle dem Schauerschauer (schauerlicher Schauer halt) unterzogen hatten, schwammen wir. Nicht allzu viel, aber immerhin bis zur Erschöpfung. Bäh. Nicht lustig. „Alles doof“. Schlussendlich konnte man aber nach x Längen getrost sagen: „Der Weg ist das Ziel.“

Adémersi


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Randnotiz: Ich hätte gerne mal ein Feedback additiv zum Kommentar zum heutigen Post. Ich bin in eine kleine Zwickmühle geraten. Ohne Namen zu nennen: Einige meinen, dass der Blog „abgenommen“ hat, weil die ganze Struktur (ua auch die Wörter explizit erwähnt) nicht mehr so komplex seien andererseits, und hier liegt das Problem, hiess es, dass es gut sei, dass ich ein bisschen weniger kompliziert habe. Auch ein Klammernfestival habe ich schon lange nicht mehr unternommen … und ja … vielleicht wäre es am sinnvollsten, wenn DU einen der „besten“ Blogposts nennen könntest, da ich mich dann ein wenig vom Stil orientieren kann. Schreiben kann ich eh beides: Uberkompliziert oder Blick-deutsch (only Hauptsätzen) … freu mich; bis dann ^__^



Montag, 27. April 2009

Das muss einfach auch noch festgehalten werden.

(auf Wunsch alles mal in Verdana)
Was tut man, wenn Kollege Alpha ein GA hat? Nicht viel, doofe Frage. Aber was tut man, wenn er einem anbietet das jährliche Mitfahr-Tages-GA mit ihm mitfahrend, rauszuholen? Klar; man geht exzessiv Zugfahren!
So hat das ungefähr angefangen. Am morgen um zehn Uhr Lochloch, trifft man sich am Bahnhof in L’burg und wartet auf den Zug. (Also Alpha und ich). Wohin will man denn? Genau, nach Genf, der Chef-Stadt der Schweiz, das ultimative Business-Zenter, inkl. CERN und all meinen sonstigen Lieblingsfirmen, die unser kleines Binnenland zu bieten hat. Wie fröhlich. Also fährt man etwa 3h (okay, für genaue Zeiten bitte Alpha-himself konsultieren) über Zürich-Bern-Lausanne, um schlussendlich in Genève das Mittagsmahl sich einzuverleiben (also sprich: zu essen). Lustige, alte Frauen sprechen Akira auf dem Fussgängerstreifen mit schnellem und relativ unverständlichem Französisch an. Erste Konfliktsituation. Schade dass wir kein Flipchart bei hatten, sonst hätten wir die Problemfaktoren systematisch eliminieren können und somit der chère Dame eine passable résponse geben können, so blieb es aber bei einem relativ kläglichen, jedoch dafür überaus geschickt improvisierten „Zut alors, c’est ça“, da ich ihren ein wenig kritischen Unterton heraushörte. (Und jah, ganz verschweigen kann ichs ja auch nicht, einen Grossteil habe ich eh verstanden, es ging mit mehr um den Konfliktsituationsmonstersatz … :)) Auf eine richtige Problemsszene stiess ich erst beim Sandwichkauf. Wie man sie kennt, die netten Verkäufer und Innen, sie haben einen „Bonjour, nous avons des sandwich avec salade et frommage etc etc blabla, qu’est-ce que vous aimerez?“, mit ganz viel Gehäufe in den Nebensätzen, drauf, den sie einem in einem Ultra-High-Speed runterrattern können, dass einem die Ohren flattern. Souverän habe ich dann einfach auf mein Wunsch-Eingeklemmtes manuell aufmerksam gemacht, dann aber noch mit einem J’aimerais … geholfen, und alles war im Lot, die Frau erkannte, dass ich kein „Westler“ (haha, wie in Brussigs Sonnenallee ;)) war.
Danach schlenderten wir wieder zurück zum Bahnhof und montrons so légèrement den Zug, wie es einem GA-Besitzer gebührt: Ganz nach der Mentalität „kommt er, dann gehen wir, sonst nehmen wir einen andern“. Für mich eine ganz nouvelle expérience.
So, fertig mit all den Franz-Einschüben (Rune wird sich wieder wundern), wir verlassen den Westen und fahren Richtung Visp/Brig. Vorher noch ein Halt in Montreux, wo es erstens mal das ominöse Jazz-Festival gibt, und zweitens einen coolen Bahnhof. Gut, aber weiter irgendwie … gar nichts? Alles war leer, kaum ein WC hat Alpha gefunden, der unterzwischen (gibt’s das Wort wirklich? Unter-zwischen? Mal ehrlich, unter und zwischen zur gleichen Zeit sein? Ein Wurmloch!! Hilfe, das Raumzeitkontinuum ist aus den Fugen, Pi=3, aaaah!!) mal für kleine/grosse Jungs musste.
Ja, gleich weiter resp zurück nach Bern, und von dort aus dann nach Luzern, wo wir den schönsten Bahnhof sahen und im Bretzel-König AbendBROT gegessen haben. (Ahja, ich habe mir da übrigens fest vorgenommen mal ein ernsthaftes Wörtchen mit dem „Bretzelkönig-himself“ zu reden; ich werde nämlich eine Konkurrenz-Firma gründen, die dann gleichwohl „Bretzel-Guru“ heissen wird. Ich werde dann das land perforieren (siehe Brussig) und überall meine Filialen errichten und ein Monopol was die kommerzielle Ausnutzung von eleganten Bretzeln & Co, KG).
Wo liegt der Clue, mag man sich fragen? Gute Frage, aber ich habe sogar drei Clues, die sich untereinander (resp nur der 3.) eigentlich wieder auflösen, was einen wunderbaren Zirkelschluss gibt. Einerseits ergibt sich das erst beim wieder zu Hause ankommen: Ich bin morgens um 14 vor 10, also 09.46 Ante Meridiem mit dem Zug abgefahren und exakt 09.46 Post Meridiem wieder im Heimatdorf angekommen. Wie wunderbar! In 12h kann man kaum mehr erreichen als wir, wenn man bedenkt, dass der Ausgangs- und Zielort identisch waren. Wir sind ungefähr 8,5h Zug gefahren, EXAKT 512 Minuten … wenn diese wundervolle Binärzahl einem Infcömler nicht geführt, weiss ich auch nicht … Andererseits möchte ich ein philogynes* (Erklärung unten) Wort einlegen: Wenn es heisst, dass zwei Frauen 8,5h miteinander im Zug waren und miteinander gelabert haben (ja, was sonst?), und das zwar exzessiv (2), dann heissts wieder: „Ja die Weiber schnorren wieder immer -.-“ … als mehr oder weniger überzeugter Soroptimist (gut, „überzeugter Soroptimist“ tönt vielleicht ein wenig hart. Aber ich denke, dass man einfach genügend Skepsis beiden Geschlechtern entgegenbringen sollte; aber auch hier gibt’s solche, die übertreiben (wie halt überall)) muss ich sagen, dass wir heute das absolute Gegenteil bewiesen haben: Männer können sich auch die Münder tot faseln, und zwar auch mit Rhabarber. So einfach ist das.
Yah, da bleibt noch als dritter Grund zu sagen … ~ wenn Du den letzten Blog gelesen, dann weißt Du, wie sinnlos die Ferien generell sind, also kann ich die ganze Fahrt auch als absoluten Oberschwachsinn zweier hirnverbrannten Riesenzäpfchen titulieren, sinnlos im Scheissdreck rumfahren, sorry, es ist unglaublich ;-D

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*Philogynie. Ich zeig Dir jetzt, dass in jedem ein kleiner Etymologe steckt; auch wenn das Wort völlig fremd tönt: Dem ist nicht so! Dieser Terminus ist ein Kompositum aus Philo und Gynie. Gyne kennst du von Gynoid oder zumindest Gynäkologe. Was wird es also heissen? Irgendwas mit Frau, ja! (Gynoid ist ein weiblicher Android, also einen einer Frau nachempfundener humanoider (menschenähnlicher) resp sehr humanoider Roboter.) Gyne kommt vom griechischen gyne, was einfach Frau heisst, wie einfach :-)
neXt: Philo … das ist schon schwerer. Beispiele: Ein Paradebeispiel wäre Philosophie, nur weiss leider niemand, was das überhaupt bedeutet … aber was ein Pädophiler ist, weißt du! Einer, der die Pädos, also die Kinder „mag“ *rolleyes*.
Jetzt kommt der Sherlock-Part: Das ominöse und ach gar so fremde Wort Philogynie „Frauenfreundlichkeit“.
Also Anmerkung: Gynophilie (also umgekehrt) existiert auch, meint einfach das sexuelle Interesse (vom eigenen Geschlecht unabhängig), sprich: Die meisten Männer sind gynophil, homosexuelle Frauen sind es aber auch, nicht verwechseln ;)

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Ich wünsch Dir einen schönen Start in die nächsten wohl mühsamen Starttage unserer wunderbaren pädagogischer Institution! :-)

Freitag, 17. April 2009

Eine unbequeme Wahrheit Meinung


So ist das. Es ist unglaublich. Ja, gar eine absolute Katastrophe, wie ich gerne zu sagen pflege. Es sind verdammtnochmals Ferien und sie kommen mir schon nach dem 4 Tage zum Hals und den Ohren raus. Ist denn das die Möglichkeit? Sind diese wunderbaren Wochen der absoluten Freiheit von jeglicher (ok, „fast“ jeglicher) Arbeit und Mühe nur ein Konstrukt des Bösen, das sich wahrscheinlich zur finalen Resolution noch auf eine Fusion mit dem ominösen Baron der Langeweile und des Überdrusses (yeah, genau den mein ich!) eingelassen hat, um die ärmsten aller armen Sklaven der … ähm … um uns zu … ähm … langeweilen … ?

Nein, ganz so schlimm ist es nicht … aber immerhin. Ich schildere mal meine Lage: Wochenende als Absolution der Schule ist gerade noch in Ordnung. Ich mein, an das habe ich mich/hat man sich ja gewöhnt (respektive … gewöhnen müssen … (haha, „nei Scherz“, so schlemm esches ned *rolleyes*)) Dann kommt Montag. Ostermontag um exakt zu sein. Supa, da sind noch alle anwesend, so weit so gut. Aber dann … Dienstag (heute): Dead Trousers. (Veranschaulichung wie deutsche Sprichwörter auf Englisch total behämmert tönen …) Die einen haben Praktika, die anderen sind in Lagern, von drei Vierteln der Klasse hör ich gar nichts und mein seener Kollegium macht gerade Einläufe oder tötet Bäume. Darn, mein gesamtes soziales Umfeld ist also betroffen, inklusive meiner Eltern. Akira alleine zu Hause. Als Infcömler … oder besser Infocömler (das ist jetzt schon in die Geschichte eingegangen …) fällt es mir schwer, nicht einfach eine kontinuierliche Dauer-PC-Sitzung zu machen … Ich verrate euch mal, was ich heute gemacht habe: Einen Eistee! Meine Substanz lag so was von brach, dass ich einen dämlichen Pulvereistee in kaltem Wasser löste und ihn dann trank … wie weit können Menschen gehen? Es ist unfassbar.

Aber genug des Chlönens. Ich will auch konstruktive Verbesserungsvorschläge in dieser einseitigen Welt der Feriengeniesser einbringen. Erstmal muss ich gestehen, dass ich ein radikaler, fundamentalistischer und freidenkender Langschläfer bin. Einmal bis um 10, einmal bis um 11, einmal bis um 12. Was gibt es schöneres, als einfach nichts zu tun? Genau, beim Nichtstun auch noch zu schlafen. Also bring ich das in meinen weltbewegenden (oder besser „weltverändernden“) Ferienerneuerungsplan ein und bestimme ab sofort: Anstatt 2 Wochen Frühlingsferien, 4 Wochen nur nachmittags Schule! … ich hör euch schon ächzen. Nachmittags? Ist man noch ganz beim Tost? Ja, „I am (-Shampoo)“, „yes, we can“. Ich denke, dass man schon etwa zweimal im Jahr eine längere Ganztagsferienperiode machen kann, für die, die sie auch wirklich benützen. Wenn man in die Ferien geht, also schwimmen, shoppen oder einfach der Sonne nach, dann ist das in Ordnung. Wenn man arbeiten geht, um sich das Studium zu verdienen, dann ist das in Ordnung. (Wobei ich da schon anmerken muss: Das könnte man auch in den freien Morgen der speziellen Ferien machen). Wenn man einfach etwas unternehmen tut, dann ist das in Ordnung. Aber wenn man nur vor dem PC sitzen tut, und nichts anderes als David Copperfield beim Sich Zersägen zuschaut (was ich heute auch gemacht habe … ist recht faszinierend ;)) oder andere Spässe wie diesen machen muss, dann ist das nicht in Ordnung. Ferien sind ja schliesslich zur Erholung da und nicht zum faden „herumhängen-bis-man-schwarz-wird“ … oder besser: sich noch besaufen, damit man blau wird. (den konnt’ ich mir jetzt net verkneifen, sorry)

Alles Mist. Natürlich ist es nicht so extrem. Natürlich habe ich auch gerne Ferien und machen manchmal gerne einen ganzen lieben langen Tag einfach nichts … Ich möchte aber euch, die ihr als kleine Schar meinen Blog regelmässig(er als andere) lest, eines ans Herz legen: Wenn Du auch nur „nichts“ machst, dann ändere das und unternimm etwas. (Outtake: Ich zum Beispiel habe heute nicht nur David Copperfield geschaut, sondern auch „Criss Angel“, der hat auch coole Tricks drauf (siehe Youtube (à propos Youtube: War jemand am 1. April da on? Das war ganz witzig: Alle Videos waren gespiegelt und auf dem Kopf … hab mir fast den Kopf ausgekugelt (auch wenn der Kopf eigentlich kein Kugelgelenk ist, kann man das durchaus machen (Grüsse an Salvad(or)))))) Ich zum Beispiel lasse diese Niederlage gegen den werten Baron der Langeweile nicht so auf mir sitzen und werde mir ein so tolles Programm organisieren, dass es den lieben Monsieur gleich in die Stratosphäre (das ist die zweite Schicht der Erdatmosphäre, wir sind in der Troposphäre, also ganz unten) pusten wird. Ja genau!

… und wenn irgendwer von euch Lesern zu Hause ist und mir helfen will, dann kontaktiere er mich und möge was mit mir unternehmen ;) (sofern man in meinem bescheidenen A-Wellen-Raum einen Ort ausmachen kann, an dem man sich treffen kann)

Nachtrag: OK, es wurde vergessen, den Blog schon am Dienstag hochzuladen. Mein ehrenwerter eidgenössisch diplomierter Gango und Bimbo hat es leider vergessen, ich werde ihn tadeln.

Ich hab am Mittwoch, und Donnsterag schon viel erlebt, (hab Alpha besucht, hab Dan Brown besucht, hatten BandProbe) und somit schon eine erste Salve der Vergeltung, ja eine Kanonade der Retourkutschen an den ollen Monsieur d’ennui vorgebracht. Danke an euch beide, und I look forward to weitere tolle Unternehmungen.

Adémersi!


wirkliches P.S:Der Titel ist eine Anspielung auf Al Gores unbequeme Wahrheit.


Mittwoch, 18. März 2009

Und er brach wieder aus

Heute sollte man meine Meinungsäusserung im Part 1 nicht ernst nehmen ;)
Ja, er ist wieder hier. Jährlich einmal … aber nicht nur für kurze Zeit, nein, der sich periodisch doch immer perseverieter verhält, verweilt dann gleich für approximativ (;)) ein Viertel Jahr. Wie wir im Englisch so schön besprochen haben, time for shooting birds and of the grow-up of the lil plants out of the dirt. Ja, ich hör euch schon rufen, es ist der Frühling, die frü(ö)hlichste aller Jahreszeiten, in der alles und alle wieder aus dem langwährigen und erholsamen Schlaf des Winterhalbjahres erwachen. Yeah. Da das Wetter schön ist, hat man Platz in der Mensa. Kausalitäts-Lehre par excellence. Wie dem auch sei, wir kennen das schon aus dem Effeff, (oder wie man das auch schreiben mag; fast schon zumutende Redewendung ;D), die Studenten hocken draussen an den wenigen Tischen, aber vor allem am Boden, auf der Wiese, auf den Bänken, auf den Mauern und wo man auch sonst noch eine mögliche Sitzgelegenheit entdecken kann.
Ich komme gerade zur Pforte des neuen Baus (alias Neubau) rein und erblicke sogleich Mr Bird, Alpha und Tjom im Stechschritt und mit glänzenden Augen auf mich zustechschreiten. (Verb von „Stechschritt, der“). Die einen spielten (Konjunktiv) Peggle, die anderen inhalierten ihre ominösen Arztfolgen (ich mein, von „reinziehen“ oder gar „schauen“ kann man ja schon fast nicht mehr sprechen … das sind regelrechte Exzesse die die da betreiben) und sie gingen (würden … gehen) nach draussen, um unser feuriges Gestirn zu geniessen. (Eigentlich doof, dass wir nicht in einem kontinuierlichen Aphel in Kombination mit dem Apogäum-Zustand dahinunsererundendrehen … *rolleyes*) ich lass mich mitreissen, obwohl ich von meiner Frischluftphobie und Lichtallergie verlauten lasse. (Ich bin ja schliesslich keine Pflanze, haha, das fehlte noch, dass ich eine Pflanze wäre xD) geschäftig setzen wir uns also auf das für mein Gesäss als äusserst, um nicht zu sagen „zu“, kühl empfundene Bachstein“gemäuer“ (also wenn du da nicht lachen musstest, weiss ich auch nicht ;)) und posieren in Business-Style für die Passanten. Ich mit Kants Kritik, Alpha mit Priestley’s Inspector calls und die andern mit Englisch-Dic’s unter dem Arm schiessen wir gar ein possierliches Erinnerungsfoto.
Zurück auf dem näheren Gelände sehen wir wieder die Leute, auf dem Boden usw sitzend. Mein Gott, so warm war es wirklich nicht, aber die alle schon mit Tshirts und ich fror mir den … ähm … Finger … ab, ja. Heute war ein echt schöner Tag. Der erste, seit langem. (betreffend Wetter) Aber wir hassen ja schönes Wetter. Mist. Ich bin sozusagen ein Mismeteor. (kommt vom griechischen; Kompositum von mir selber. Ich hasse das Wetter.)

Nein, alles Bockmist. Ich muss mich outen. Ich fand es heute immer noch zu milde um im Tshirt rumzulaufen (in fact war ich heute mit der Winterjacke unterwegs) … aber ich liebe es, dass es wieder schöner und wärmer wird. Dieser verdammte Winter kann mir gestohlen beleiben, aber so was von! Immer nur kalt und Schnee. Bäh! Ich mag Brisen und ich mag warme Brisen und ich mag es, dass es draussen länger hell ist. Apogäum fänd ich zwar schöner, aber es ist unausweichlich, wenn ich es schön war haben will. Einziges, was noch schöner ist, ist Herbst, aber dazu in einem halbe Jahr ;)

Aber halt! Der Tag ist noch nicht komplett. Nicht um sonst ist es einer der „schönsten“ Tage seit langem. Aber zuerst eine kleine Synopsis von was ich überhaupt zu schreiben gedenke, und warum.
Ich bin ja eigentlich ein ziemlicher Musikfan. Wer das Tool „last-fm“ kennt, kann einsehen, dass meine Lieblingsband (ich benutz das Wort nicht gerne, ich hab viele „Lieblings“-bands. Es ist besser gesagt die Band, von der ich am meisten Titel gespielt habe.) 東京スカパラダイスオーケストラ ist. Ich sag euch der Einfachheit halber, dass das auf deutsch das sogenannte „Tokyo Ska Paradise Orchestra“ ist. Kurz: Skapara. Hört euch nichts auf Youtube an, sonst krümmt ihr euch: „Wie kann man nur eine solch wüste Musik hören, resp soviel davon?“. Tja, ich liebe Enthusiasmus. Und ich muss sagen, ich kenne niemandem auf diesem doch recht umfangreichen Planeten, der enthusiastischer ist, als diese 9 Jungs von Skapara. Es. Ist. Unglaublich. Ich liebe sie, so einfach ist das ;)
Aber worauf will ich hinaus? Tja, des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Wie man auf meinem ebenfalls geliebten Wikipedia vernehmen kann (wer hat das Datum wohl aktualisiert? User mit klein-Akiras IP? ;)), hat diese famose Band dieses Jahr ein neues Album rausgebracht. „Paradise Blue“ heisst der Silberling, der auch ein Goldling sein könnte. Nach Odysseen von Suchen, Eskalationen per eMail und weiteren Zwischenfällen (es war wirklich mehr als nur haarsträubend) habe ich den Internetshop meiner Rettung gefunden. Aus Japan importiert einfach niemand. Es gibt keine europäische Version der Scheibe. Verdammtnocheinmal, Murphy hat wiedermal, zugeschlagen, eingeschlagen und das kreuzweise. (und genau so kann der mich auch gleich mal) Aber es hat nichts genutzt, eben diese Firma konnte mir dann, innert 5 Wochen (ihr wolltet nicht dabei sein, wie ich abgegangen bin, als da tatsächlich eine solch exosphärische Zahl erschien. Ich kann doch nicht 5 Wochen überlegen, ich weiss auch nicht, was die sich vorgestellt haben ô.o)
Wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich es doch gemacht. Ganz nach „I will survive“. Und der Höhepunkt dieser Geschichte mündet hier, und der Clue ist schon fast vorne weggenommen. Heute kam ein 20cm breites, ebenso langes und 3cm hohes Päckchen bei uns an. Mysteriöse Zeichen der Beschriftungen. Klarer Fall: Erneutes Abgehen meinerseits. Mit einer Lautstärke von 70 (was auf meiner Stereoanlage schon recht viel ist) habe ich die Gläser zum Zittern gebracht, die Tapete in den Zustand des „sich-von-den-Wänden-lösen-Wollens“ gebracht. Ein exorbitant prachtvolles Poster war dabei und im Booklet die Lyrics. (von denen ich mit meinen Kenntnissen nichtmal die Hälfte verstehen tu) Schön nicht? Manometer (haha, geil ;D), ich bin wirklich überglücklich und zugleich wahrscheinlich für die nächsten 3 Monate taub.



Adémersi, ich hoffe, es hat euch gefallen ;)

Montag, 9. März 2009

Tanz der Giganten (?)

Kurzer Zwischenrapport, es gibt demnächst noch einen weiteren Post, der schon am köcheln ist ^.~

So ist das. Man hätte es filmen sollen. Ewig auf Video bannen. Sie ewig zu binden, sie zu knechten … nein ich weiche ab … aber wirklich: Salsa-Tanz am frühen Morgen (wohlverstanden, unsererseits nach nicht nur einer, nein 2 Stunden Französisch. (Anm. d. Verf.: Die gute Frau heisst Graber … der Bösewicht von Stirb langsam 1 heisst Gruber … ich will ja nichts in die Welt stellen *rolleyes*), nicht allzu gerne gesehenes Fach …). Mit viel Enthusiasmus steht unser Sportlehrer vor uns (fast den selben Spruch hab ich in einem der ersten Einträge gebracht … déjà-vu ;)) und geleitet uns in die 2. Halle. Ein jeder Gewöhnlicher (ja, ich nehme es mir aus zu behaupten, wir seien ungewöhnlich) würde nichts Schlimmes argwöhnen. (OK, zugegeben, es ist nichts Schlimmes … aber immerhin was Fremdes) Wir treten also ein in die Halle Numero 2 und da stehen sie: Die Frauen unseres Jahrgangs. Haha, erstes Foto. Die Reaktionen. Wirklich amüsant. Aber worum es eigentlich geht … es war ja schliesslich nicht jeder anwesend: Zum zweiten Male schon üben wir mit den Frauen spontanen Salsa zu tanzen um uns auf den Kanti-Ball vorzubereiten und als „Profis“ (haha, wers glauben möchte ;D) das Tanzbein zu schwingen. Erst ein bisschen einwärmen … also eigentlich ja vor allem mal sehen, was sich unter dem anderen Geschlecht so tummelt. Niemand will zu vorderst stehen, konstantes Fröhlichsein. (Ich überdreh das Ganze ein bisschen, um die Details wirklich hervorzuheben … wir sind natürlich shcon sehr seriös, amüsant, war’s trotzdem). Ja, dann sollen wir uns paaren. ARGH! Nicht paaren paaren, sondern uns zu zweit aufstellen, weil jetzt dann der Partnertanz folgt. (Ich lache immer noch ab meinem unvorstellbar idiotischem Wortspiel … huch, wie infantil *rolleyes*). Wir stellen uns also jeweils zu zweit auf. XX mit XY. Es war ziemlich ansehnlich.

Gut ich weiss ja nicht, wie kapriziös resp abweichend ich von meiner Norm des Blogs werde, aber alles muss ja schliesslich mal ausprobiert werden: Da unser Jahrgang fast durchwegs von Schönheiten bevölkert ist, war es eine „einfache“ Aufgabe sich in Konstellation zu bringen. Je hübscher das Gegenüber wird, desto besser muss man allerdings tanzen … wohl, denkste! So wie man dann, als die ersten Berührungsängste (wir oder zumindest ich, kannte meine beiden Partnerinnen nicht ô.o) vorbei waren, in die runde geschaut hat, kam ein Grossteil der Kupplungen (mal ein taktloses Wort anstatt „Paar“ :)) mit einer Salsafigur namens „Omgkamehr“ (Gesprochen [' ɔmɠɐːmɛr] … (neinein, ich veräppele euch ;D)) einige Probleme. So auch meine Dame und ich … irgendwie war diese Drehung nicht gewollt, über, oder halt „um“ uns zu kommen. Weiss auch nicht, warum …?

Alles in Allem war es ein wirklich, ich wiederhole mich, amüsantes Erlebnis … muss man gesehen haben.

Comments erwünscht. :)

Freitag, 23. Januar 2009

Von vor 2 Wochen

Every day the same procedure…
… genau, wie man es vom einem, einem zum grölen bringenden, idiotischem Buttler zu Silvester kennt, hatte ich auch heute (haha, nein, das war schon vor 2 Wochen) wieder einmal das wunderbare Vergnügen, eine superschöne und überaus bereichernde Zugsodysse im herrlich frischen Seetal, hoch bis Ithaka beziehungsweise Aarau zu unternehmen … haha (ok, ich übertreibe jetzt natürlich ein „Bisschen“.)
Mr. Fielmann und ich marschieren, wie wir es jeden Montag und Mittwoch Morgen tun, in einem nicht allzu gemächlichen Tempo zum Hauptbahnhof (gibt ja (Vorläufig *rolleyes*) nur einen. Wie so oft, sind wir genau auf die Sekunde, dass wir ja nicht in der Kälte warten müssen. (Kritiker mögen jetzt ja behaupten, dass wir spät dran sind; wir nennen es pure Perfektion ;)) Aber heute; heute war’s einmal (ok, wenn’s ja nur einmal wäre *rolleyes*) ganz anders. Als man an der Station ankommt, hört man sogleich die liebliche Stimme der SBB-Stimme: „Blabla, und ja, der Zug hat 15min Verspätung, bla, bitten um Verständnis“ … also das Verständnis konnte sie sich ja gleich an den Hut stecken/schmieren/pflanzen: Ein unzufriedenes Raunen geht durch die Menge. (Man beachte: bei einer Bellowzero-Temperatur von ungerade 7, ist’s freilich nicht lustig da draussen). Wir bleiben also da. Die Minuten verstreichen. Plötzlich, nach 10min: Unheil naht. Die Frau meldet sich wieder. Ich mochte gar nicht hinhören, aber unwillkürlich klang es trotzdem an meine Ohren: Der Zug kommt nicht, benützen sie doch bitte den Internet Explorer nächsten Zug. Eine spürbare Welle von „Stfukthxbaikackb00n“ ging durch die Reihen. Uns erst 10min warten lassen, dann erst sagen, dass dieser Scheiss-Zug nicht kommt. Gehen wir halt wieder nach Hause, nächster Zug in 20min. Jah, ich hab die Latein-Hausaufgaben sowieso noch nicht ganz erledigt …
07.34 Uhr kommt Mr Fielmann bei mir vorbei. Warum so früh (der Zug rollt ’46)? Ganz einfach: Er habe im Internet (mit FireFox) gesehen, dass der nächste Zug auch Verspätung habe. Vielleicht ist ja irgendeine dämliche Kuh auf das Gleis gestanden, und als dann der Zug zu schnell kam gab es … es … nuja, jetzt fehlen mir die Worte … unglaublich ;) Nein, wir rennen also los, damit wir es noch auf den ’40er schaffen. Bahnhof kommt in Sicht, Gleis 1 und 2 voll. Voll mit was? Kühen natürlich. Wir gehen also zum Gleis anstatt zur Bushaltestelle und wollen in unseren Lenzburger einsteigen. Verdammtnochmal, da kommt ein Bahnangestellter aus dem Zug und tut uns darauf hinweisen, dass dieser Zug jetzt „umgegleist“ (von Gleis 1 auf 2 gebracht wird) und der andere später komme … also langsam beginnt es mich zu ärgern. Den Rest gibt’s mir dann, als wir zum Bus wollen, der uns jedoch vor unserer kalten Nase davondüst. Buschauffeure haben schon etwas Teuflisches an sich …
Ja, zurück am Bahnhof (dieser Blogpost wird langsam aber sicher zur psychischen total Strapse, äääh, Strapaze; immer Bahnhof, Zug, Bahnhof, Bahnhof, und irgendwelche Dinge, die schief laufen ;D) teilt uns die SBB-Frau freundlich mit, dass der nächste Zug um die 7min Verzug haben wird. Glücklicherweise (also den Sarkasmus hört man langsam aber sicher heraus) kommt er ganze 11min zu spät, was uns den Anschlusszug nach Aarau versaut … exactément um _1_ Minute. So macht das doch Spass. :D
Als ich dann, irgendwann einmal in der Schule ankomme, habe ich nicht nur Latein in der ersten, sondern auch die Hälfte der Wirtschaft verpasst. Ein Hoch auf die SBB und dem Chondemetzger (An dieser Stelle möchte ich noch ein Danke an Herrn Alpha aussprechen)


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Yuya, ich mag Wörter mit vielen Ypsilons drin und freue mich auf die Ferien.
Ich freute (Konjunktiv) mich auf Kommentare.
Und ja, bald gleich nochmals vorbeikucken hier; falls ichs nicht vergesse (und ich vergesse es nicht ;)), kommt hier noch eine kleine „Überraschung“.


Und noch nebenbei: Ich wünsch euch zwei Damen alles Gute. Ich bin überzeugt, ihr werdet euren Weg finden und eine feisse Sache aus eurem weiteren Weg machen. Bis irgendwanneinmal (^_^)/~

Und euch, die ihr eure (wow, so ein Satz wollte ich schon immer machen, 4 Pronomina hintereinander) Ferien von heute an geniessen könnt, wünsche ich alles Schöne und bis in 2 Wochen respektive vorher nochmals im MSN oder hier, auf akira-sensei.blogpost.com ;-)
See ya

Mittwoch, 26. November 2008

Einkaufen hoch 3

Haha, hrmpf (wenn ich das knaus’sche Husten zu Papier bringen will). War das eine witzige Angelegenheit. If(_root.franz = no && _root.chor = no && _root.mathe = no){_root.mittag = 4h}; Tja, und bei mir könnte man, wenn man noch mehr ins Programmierjargon abdriftet, oder wie ich es formulieren würde (nein, Konjunktiv „würde“ passt nicht; ich formuliere es ja gerade, ich reflektiere nicht darüber; also…)…wie ich es so gerne formuliere „süchtig [nach in diesem Falle Programmieren] sein“, bei mir alle diese Werte mit false beantworten. Genug der Einleitung; nach einem wieder einmal SUPA-hervorragenden und sehr realem (ja, real; das Straussenfleisch hat nach Straussenfleich geschmeckt) Mittagessen in unserer Mensa (mensa, lat. Tisch) (ich merk’s, ich hab’s heute mit den Klammern, woran das wohl liegt? ;) ) und einem ersten Koten (ja, dieses Wort haben wir heute auch gelernt. Neben zahlreichen Vorschlägen seitens Salvador und Schüliäns wie zum Beispiel Aa machen, ein Geschäft verrichten, kacken, scheissen, stuhlen, oder halt defäkieren (oder nein, letzteres hab ich jetzt dazuinterpretiert)) gingen wir, Mr Bird alias Lewis, Alpha, Masaru und Ich runter in die Stadt. Die armen Studenten bräuchten wiederum Flüssigkeiten in Form von Mineralwasser; zudem Schokolade, das Erdöl unserer Hirne. Wir kommen also da unten in die Migros rein und das Gaudi beginnt sogleich beim Giandor-Aktionsregal, wo die Ein-Kilogramm-Packungen noch immer heruntergesetzt waren. Wir begegneten ihnen nämlich vor zwei Wochen schoneinmal und kauften zu unserem Bedauern nur eine Packung. Jetzt griffen wir zu und verstauten die nächst grössere Einheit 2kg Giandor-Schoggi, sowie noch einige M-Budget 100grämmer. Der Spass geht weiter, als wir zu den Getränken kommen. Ich, eh schon gut drauf (weil mich die fahrenden Einkaufskörbchen so begeistert haben), schlittere um die Ecke und beginne hernach gleich ein Six-Pack (Word versteht das Wort nicht; wisst ihr, was er mir als Alternative bietet? Sex-Pack … o_O) Cola … Alpha: Immer langsam mit den jungen Pferden. Ich wär fast in das übliche von Schicksal für mich herzlich vorbereitete Fettnäpfchen getreten und hätte Cola Light (von der Migros schlicht zum würgen) genommen. Was mieche ich bloss ohne Alpha-sensei? Gut, 33 Flaschen, umgerechnet (verdammt, wo ist der Taschenrechner?) 49.5 Liter später machen wir uns auf zur Kasse. Wer hätte es gedacht: Des Schneckenkönigs Grossmutter höchstpersönlich, Kriechgang Eins im Loch und mit unglaublicher Trägheit, kombiniert mit der Lethargiemagd des schrecklichen Ares versammeln sich gerade zu einem gegen die Unendlich konvergierenden Einkaufs-Bezahl-Ritual, indem es höchste Konzentration von den beiden Teilnehmern erfordert, den schmalen Grat zwischen „die Anstehenden in Flüche ausbrechen provozieren“ und „gesetzlich gerade noch erlaubten vorgetäuschten Dummheitszustand einzuhalten“ und sich allmählich Richtung Ende der Kasse fortbewegen, befindet sich dort. (Tja, wenn du den Satz zweimal lesen musst: Hut ab! Ich musste ihn zigmal lesen, hab das kasische Problem von Provozieren nicht in den Griff gekriegt und musste die Musik ausschalten.) Einige Minuten später bezahlen wir, und die Magd wundert sich nicht schlecht ob unserer eigentümlich grossen Fracht. Da Mr Bird noch in die City wollte, mussten wir, die restlichen drei, alles alleine Schleppen. Das machte ca. 3.5 Flaschen und ein 6-Pack pro Person. (Bird hatte auch noch einige mitgenommen). Unter letalem Risiko auf einen Überfall von Master-Kolli und Megamo auf meine Schoggi-Reserven im Gepäck machten wir uns auf den Weg. James Bond-like kamen wir schliesslich wieder im pädagogischen Gebäude an und teilten alles auf. Alpha, von Altruismus geprägt, achtete wenig auf sein Geld und verteilt grosszügig gegen unabgezähltes Münz die Flaschen. 14 Tafeln braunes Gold kommen in sichere Verwahrung.


Ich hoffe es hat euch wiedermal gefallen und hoffe auf reges Feedback.
Joa, bis dann ;)

Freitag, 10. Oktober 2008

Geneva - Die Woche der Superlative!

erster Tag

Morgens früh in aller Frische am Bahnhof Aarau. Mit Kollege (welcher auch immer, ich sag mal) Barbarossa, warte ich alleine, zuerst, da wir die miesesten Zugverbindungen haben. Minuten verstreichen, und einer nach dem anderen trudelt auch ein. Eine verschlafene Menge blinzelt aus trüben Augen zu den mit voller Tatendrang gefüllten Lehrer und folgen ihnen in den ankommenden Zug. Nein, es war nur ein Lehrer, Knüssel steigt erst später zu. Unterwegs Richtung unserer Reisedestination Genf. Vor der Ankunft möchte ich ganz kurz unterbrechen und dir erzählen, was unsere eigentliche Arbeit in Genf sein wird: Einen Stop-Motion-Film aus eigener Werkstatt. Wer jetzt das grosse Fragezeichen von Minerva auf die Stirn gemalt bekommen hat, soll doch den netten Link rechts zu Wikipedia konsultieren und die Wissenslücke stopfen. ;) Wir machen in Fünfergruppen bei verschiedenen Locations in Genf Fotos und bearbeiten die dann, resp fügen sie zum Film zusammen. Wenn ich von „wir drehen“ rede, meine ich unsere Gruppe 5, bestehend aus Michi A. Jackson, Lewis, Tjom und mir. Und ja, wir waren halt nur zu Viert.


Unterwegs im ICE wird unter eifriger Diskussion ein Konzept für die Film-Story ausgearbeitet. Ein Gipfeli, welches wir scherzensweise durch alle 24 Personen teilen sollten, gab es als Stimulation für uns und unsere Gehirnwindungen. Nach etwa zwei mehr oder weniger amüsanter und ideenreicher Stunden kommen wir in Genf an. Im Gänsemarsch verfolgen wir Lehrer Flashissimo auf eine kleine, verkackte (von den Vögeln) Insel, auf der wir unser Lunch einnahmen. Kollege Aslan fängt mit blossen Händen eine Taube, was mich schwer beeindruckt, lässt sie uns aber nicht aufopfern um einen Dünndarm für unseren Film zu gewinnen. Am Rest des Nachmittages beschäftigen wir uns einem (einer oder was auch immer) Stadtralley (Rallie, Rallye oder was auch immer), bei der wir uns auf französisch durch die Leute fragen müssen, um bestimmte Gegenstände ausfindig zu machen. Wir, die Erbschenpflücker, absolvieren mit den ausgewogenen Kenntnissen, aber vorwiegend (Achtung Arroganz am Start!) mit meinem Franz-Vokabular schaffen wir es, die Kreuz und Quer liegenden Posten in Highspeed zu finden und fotografieren. Krass, hey! (→ siehe Foto). Der aber kühlste Task an diesem Spiel, war bestimmt die „Armillarsphäre“. Ich sehe grad, Word kennt den Ausdruck auch nicht … ebenso wie Wikipedia oder eine anständige Google Seite oder einer der Tausenden von sich dumm und dämlich laufenden Touristen und Ansässigen in Genf. Auf Englisch und mit Händen und Füssen haut man Passanten an; ohne Erfolg. Schlussendlich besuchen wir (schon) zum zweiten Mal an dem Tag das Touristinformationbureau. Mein Gott hat der Trottel (yes, ein Trottel) von einem Auskunftsmann seine Augen verdreht … als ob eine Horde wild gewordener Auberginen eine Anfrage nach Dalmatiner-Welpen gemacht hätte. Verdammt. Zum Glück von mir und Tjom (der der einzige war, der sich traute mit mir reinzukommen. Schämt euch, ihr anderen zwei!!) war da noch ein zweiter „Informant“ der uns weiterhelfen konnte … oder es versuchte. An seinem PC haben wir etwa auf Seite 17 der Google-Ergebnisse ein brauchbares Resultat gefunden: Es ist eine dumme Kugel aus Bronze, nein ein Globus, herrje nennt man Globen Sphären? Nein, in unseren Breiten nicht; jedenfalls ein dummer Globus halt, der halt aus Bronze ist, der beim UNO-Gebäude zu finden ist. Und mit der abartig krassesten und niederschmetternsten Wahrheit die es gibt möchte ich Tag 1 ad acta legen: Diese Hünen von Aufpasser beim Haupteingang haben uns nicht einmal in den Garten zur Kugel gelassen, damit wir ein Photo schiessen konnten. Welch Frechheit!


Tag 2

Haha, der Clou ist, dass Tag 1 noch gar nicht zu Ende war. Jedenfalls für uns Gamer nicht … Praetorians heisst das Spiel, welches die Woche noch prägen wird. Ein tolles Mittelaltergame, das man auch mit mehreren Spielern gleichzeitig per LAN zocken kann. Nun geht es darum, die PCs zu verbinden. Tjom, Non-CPU mit XP als OS, hat grosse Mühe sich mit uns Vistaler (leider, gezwungenermassen …) zu verbinden. Kollege Parameter, Bettnachbar meinerseits, versucht zu helfen indem er uns ein fünfzehn Meter (fünfzehn verdammtnocheinmal!!) langes LAN-Kabel zur Verfügung stellt. Nach Prinzip Try and Error geht man weiter … ohne Erfolg. Unser XP-Mitgamer muss leider passen, da es heute wohl einfach nicht mehr klappen würde. Schade. Michaelius Jackson (oder wie auch immer) und ich spielen noch eine Runde, bevor es zwölf Loch Loch schlägt und man schlafen geht.


So. Jetzt beginnt der 2. Tag: Nach einem relativ hässlichen und sehr spärlichen Frühstück (ja, das war ein direkter Angriff) beginnen wir unsere StopMotion-Film Session eins. Nach einem weniger gravierendem Streit beginnt man, indem Kollege Ainran Michaelius rückwärts die Treppe runterschmeisst. Kein Zuckerschlecken für klein-Michi, der gar nicht zu Frieden war. Zum Glück wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht, was noch auf ihn zukommen würde … Wir begruben ihn unter einem Sessel, und er ass Staub. Ich möchte hier nicht weiter auf den Film eingehen ;)


Am Mittag gibt es Selbstverpflegung, was ziemlich brot- und fleischlastig ausfällt. Drei Stunden später haben wir um die 700 Bilder geschossen. Beträchtlich nicht? Am Abend schauen wir 24 Leute gemeinsam die Resultate des Tages an. In den Filmen machten sich Sonnenbrillen selbstständig, harmlose Zeitungsleser verführt und Jackenskateboard gefahren. Abgefahren! Wir lernen was über ästhetische Bilde und werden auch geheissen, solche zu schiessen. Nach einer weiteren Runde Lan-Party geht man auch wieder früh schlafen. Ich hab jetzt bewusst die sich sehr streckenden Bilderbearbeitungstouren die wir hatten, ausgeblendet resp nicht erwähnt. War nicht sehr lustig. :)


3rd Day

Every Day the same Procedure, um Dinner for One zu huldigen, gibt’s wieder das wüste „Zmorgen“. Voller Elan wird von den Lehrern verkündet, dass wir am Nachmittag den Mont Salève beklettern werden. (es gibt schon einen Grund, warum ich nicht „besteigen“ genommen habe ;)). Coolerweise sind es „nur“ um die 600 Höhenmeter die es zu erklimmen gibt und Lehrer Knüssel gibt nach jedem Fünftel Wegstrecke bekannt, dass wir schon fast die Hälfte haben. Nach den ersten 200m gibt’s Pause. Jemand bekommt den jährlichen Migräne Anfall und jemand zweites geht freiwillig mit der Ärmsten zurück. Ob es wirklich, wirklich so war, möchte ich nicht ausdiskutieren. Die beiden Fronten geben ja doch nicht nach. - Ich wette mit Michi A. Jackson, dass er es nicht schafft, einen Apfel bis wir oben sind, nur mit den Zähnen im Mund zu halten. Doch er will mir das Gegenteil beweisen. Nungut … Zehn prustende, lachende und grölende Minuten später muss er unter einem Schwall von aus dem Mund triefendem Sabber klein Bei geben. Schade eigentlich. Als jemand fragt, ob wir gleich hier und jetzt umkehren können, gebe ich zur Antwort, dass wir vor sieben Sekunden am Point-of-no-Return angekommen seien, und wir und Wohl oder Übel rauf müssen. Dies war das wohl intelligenteste was ich an dem Tag verlauten liess … bis vielleicht auf die Frage, was Spoonerismus sei. Gipfelstürmer rennen den Rest des Weges nach oben, unter ihnen Tjom. Ich habe keine Ahnung, woher sie diese Energie herholten. Auch egal. ;)

Für die wunderschöne Aussicht, welche gar nicht so schön war, und Lehrer Flash8 uns schon in der Schule auf einem Foto vorne weg genommen hatte. Ich hätte es beim Foto belassen, egal, wir waren oben, und das war das Wichtigste, denn runter können wir ja mit der Seilbahn. (die übrigens einen ganz lustigen Namen hat im Französischen. Hab ihn aber leider vergessen …)


Argh scheisse … irgendwie hätte ich alles schon früher schreiben sollen, jetzt fällt mir nämlich grad nichts mehr ein, was wir dann gemacht haben. Ich mach mal ne Runde Pause. ;)

>> Du glaubst es nicht, aber aus der Pause wurden jetzt 6 Tage o_O


Weiters im Text: Beim Runtergondeln merkt man tatsächlich, dass wir bei der ersten Knüssel’schen Ankündigung, man habe fast die Hälfte, noch NICHTEINMAL einen Fünftel hatten. Tja, Sachen gibt’s ;) Wieder zu Hause beschweren sich zwei Jungs aus unserem Zimmer (Michael Jordan und Nummer 2), dass die Migränierten (schon wieder ein neues Wort konstruiert) in den 5h Abwesenheit von uns kein einziges Bild „geflasht“, wie wir die mühsame Arbeit nannten, hatten. Beim Abendbrot (Die eine Mädchengruppe inkl. Masaru hatten Fertigsalate gekauft. Hurra!) sah alles besser aus … oder beinahe besser: Mein Kartoffelsalat war irgendwie; ähm; unfein, um es seriös auszudrücken. 50% Sauce, die eigentlich keine Sauce, sondern Matsch aus dem Gemüse, angereichert mit den vielleicht 20% Sauce, war. Am Abend war … ähm … *stotter* … sorry, es ist zwei Wochen und ein Tag her, seit dieses Abendprogramm war, ich habe keine Ahnu … *unterbrech* OK, wir haben den Abend mit unserem Super-WLan Letzwerk namens „Teh uber mastahs in Genf“ gegamet, während die andere Hälfte draussen war, und es andersweitig lustig hatte. (*rolleyes*).


Day Number Four

Donnerstag war lustig. Morgens, eine Minute vor Acht. Zwei Drittel unseres Zimmers ist am Frühstücken. Michi A. Jackson und ich liegen todmüde im Bett. Nicht schlafend; wo denkst du hin; nein, das hat man uns nicht gegönnt. Man wurde durch lautes Poltern und grellem Licht aus den Träumen gerissen. Das sind die Eifersüchteleien von denen, die vom Türeknallen in ganzen Haus geweckt wurden. So liegen wir da, die Augen mehr zu als offen und sabbeln davon, wir müssten runter gehen. Nein, aber wir genehmigen uns noch eine Viertelstunde, bevor wir uns unbemerkt runter ans Buffet schleichen. (wenn wir das jeden Morgen gemacht hätten … fünf Tage an vierzehn Minuten: Siebzig Minuten länger schlafen. Nicht schlecht).


Am Morgen suchen wir dann so einen coolen Möbelladen auf, den wir schon einmal in Betracht gezogen hatten, darin eine Szene zu drehen. Die Göre am Empfang konnte kein Wort Englisch, so schlug ich mich wieder mit dem Französisch durch, und Tjom unterstützte mich auch tatkräftig. Nach langem Gerede stellte sich heraus, dass der Chef noch nicht da war, und wir doch 10 min waren sollten. Anstatt zu warten inspizierten wir das Little-IKEA: Ganz à la Chinesische-Schriftzeichen, was da voll in schien. Ich fands nicht so ansprechend, aber ich kauf ja auch keine Möbel ;) Wir haben dann die 10min vergeblich gewartet, weil er uns nichts weiter sagte, als das wir es tun dürfen. Haha. Wir haben normale Tische zu Bürotischen umgewandelt und klein-Akiras zu Bürogummi-Akiras transformiert und konnten so ohne Probleme die Szene drehen. Es kamen keine Besucher des Ladens und wir kamen gut voran. (Ja ich weiss auch warum da keine Leute waren ……..)


Danach begibt sich unsere Gruppe an den letzten Drehort: Das UN-Building. Wir stehen den hunderten von Japanern, Koreanern, Vietnamesen, Chinesen und allen andern im Weg rum (oder nein, besser gesagt: SIE stehen UNS im Weg rum). Vor lauter Vögel und Blitzen die aus den Fotoapparaten vögeln und blitzen (der war jetzt mit Absicht ;)) zieht sich unsere Dreharbeit hin. Nachdem ich die Welt mit einem Time-Stop oder auch Freeze genannt, angehalten hatte, konnte ich Tjom, im Film alias Pancock, den Todes- oder mindestens den Ohnmachtsstoss geben. Der Flog aus dem Bild davon und gut war das. Da es aber erst etwa halb 4 Uhr war, beschlossen wir, noch eine weitere Szene als SpecialFeature zu drehen (oder halt fotografieren). Meiner Meinung eine der coolsten Filmausschnitte überhaupt war das Resultat. Schlussendlich diente eines der Bilder sogar als DVD-Menu-Hintergrund …


Am Abend stand ein Movie auf dem Programm … aber welchen? Demokratie war angesagt.

Nach mehreren Durchgängen der Abstimmung standen folgende Filme im Finale: Chocolat, The Simpsons Movie und The Life of Brian. Ich als Monty Python-Fan warb bei allen damit, dass es nicht nur ein guter und philosophischer, sondern auch wohl der lustigste Film im Universum ist. Für die Simpsons stimmte fast niemand mehr; vielmehr bildete sich das Feld zu einer Chocolat und Brian Fraktion. Die beiden Kontrahentengruppen wetteiferten schlimmer als Obama und Clinton; schlussendlich gewann der Brian. Neunzig Minuten Humor vom Feinsten standen uns bevor. Ich genoss es und konnte selig einschlafen.


The Fifth Day

Cool wie wir waren (und immer noch sind ;) ), haben wir uns den Freitagmorgen schön von Dreharbeiten frei gehalten, um uns voll und ganz der ganzen Bearbeitung widmen zu können. Haha. (Man stelle sich dies Lachen als solches vor, genau dann, wenn Knüssel was Zweideutiges oder sehr Ironisches gesagt und dann ein sarkastisches „Haha“ verlauten lässt) Falsch gedacht (immer noch selber Tonfall). Nach fünf Stunden Arbeit (wohlverstanden: Hochtourige Rotation, Konzentration und *suche ein Wort mit –ion* … und Kommunikation. Auf drei Laptops gleichzeitig) hatten wir noch kein Ende in Sicht und mussten resigniert zum Mittagstisch. (Essen halt … notwendiges Übel) Danach nochmals weiter mit Hintergrundmusik suchen, flashen, Bilder suchen und bearbeiten. Alle standen am Anschlag, und als sich gegen drei Uhr (wo wir dann alle Filme der Gruppen schauen wollten) immer noch kein Ziel in sicht stellte, kam eine Krise auf uns zu. Der Kollaps ereignete sich um 14.50 Uhr, als wir feststellten, dass einige Bilde noch nichteinmal ins Flash importiert wurden. Glücklicherweise war bis auf eine Gruppe noch keine fertig. So wurde die Deadline auf 17.00 Uhr im Zug gesetzt. Tjom und ich programmierten die einzelnen Fragmente des Gesamten zusammen, bis wir kurz vorm Kotzen waren. Diese dummen Züge die in den Kurven schaukeln … Arbeit eingestellt. Alle am Sterben. Haha (fröhlich). Herr Hauswi … argh (keine Namen) … ähm… Hausmeister (sorry ;) ) verlegte den Abgabetermin ein letztes Mal auf später: Der kommende Montag. Nach einem sehr stressigen Wochenende und einem externen Treffen mit Herrn MH konnte dann der Stick mit den Daten endlich überreicht werden.

Yeah!


Ich hoffe es hat euch gefallen und schaut wieder einmal vorbei. Wenn man unten Auf „Kommentare klickt, kann man mir noch ein Feedback geben; danke


~le fin~


[P.S: Eigentlich wollte ich in allen Texten auf Smilies und Inflektive (wow, nichtmal Word kennt das Wort. Ein Inflektiv ist so was *gähn* oder *rolleyes*) vermeiden um möglichst mein schreiberisches Können herauszufordern. An manchen Stellen hab ich aber ohne Vorwarnung voll auf dieses Dogma verzichtet und drauflos inflektiert (oder was auch immer).]


Mittwoch, 17. September 2008

Der Lernmarathon

Tja, während ich hier sitze, im Hintergrund Ian Gillan sein Child in Time ekstatisch vor sich hinträllert, habe ich einiges an ermüdender und zermürbender Arbeit hinter mir. Das Unheil, respektive die erneute Unterbeweisstellung des Schicksals, dass es mich nicht sonderlich mag, begann schon mit Samstag: Ich lass der Zeit wertvolle Minuten verstreichen und verstreichen, dann ist man noch anderweitig beschäftigt, und schlussendlich ausser Haus. Nichts gelernt. Sonntags kommt die nackte Wahrheit wie des Teufels Grossmutter auf den Stelzen daher: Letzte Schulwoche, oder wie ich sie auch gerne nenne: Die Woche, des immer wiederkehrenden und kontinuierlich an Absurdität ansteigender Doomsdays. Ja, das ist sie; gleich montags eine haarsträubende und meine Dünndarmwindung verzerrende (nuja, so schlimm auch wieder nicht ;)) Geschichtsarbeit angesagt. Kalter, nein Eiskalter Krieg. Dann hab ich meine ersten 20 Kilometer des Marathons absolviert. Ja, ich möchte mich unter anderem bei Kollege Scaffold entschuldigen, der mich im Nachhinein tadelte, den Wikipedia-Artikel des Krieges gelesen zu haben. Es war krass. Wohl eines der krassesten Wikipedia-lese-Erlebniss, das ich jemals hatte. Fünf Stunden (ja, verdammte fünf Stunden) später, bluteten meine Augen von der Augentumore verursachenden schwarzen Schrift auf weissem Wiki-Grund. Aber was tut man nicht alles, wenn man eine gute Note will? Nuja, wenn ich ehrlich bin, war des Überflusses zu viel … ich hab die fünf Stunden nicht investiert um ein Gutes Resultat zu erzielen, sondern, weil es mich halt einfach interessierte.
D-Day kam und ging; fast so geräuschlos wie ein Streichholz, welches im freien Fall liegt. Eine in meinen Augen viel zu lächerlich einfache Arbeit wurde verteilt, und ich … haha, ich war nur enttäuscht.

Kaum war jedoch der Test vorbei, waren schon neue Gedanken in meinem Kopf: Englisch. Nun kommen einige Spekulationen daher. Laut (scheisse, ich weiss die Namen nicht mehr, die ich im letzten Blogeintrag verwendet hab nicht mehr. Egal, derjenige wird’s schon merken, auch mit anderem Namen. ;)) Kollege Stockholm waren es an die 500 Wörter, laut irgendeinem Mathematiker waren es etwas mehr als 300 … und laut Klein-Akira waren es, wenn ich mich recht erinnere etwas mehr als Elftausend … Lassen wir dieses Thema, belassen wir es dabei, dass es viele Wörter waren. - Nun ist Montag Nachmittag, ich hab noch Deutschtexte zu schreiben, ein französisches Gedicht par coeur (das heisst auswendig) zu lernen und eben diese verdammten Vokabeln. Ich machte einen auf ganz übel Behinderten, etwa Trisomie-4, und starrte jedes einzelne Wort praktisch in mich hinein. Ganz besessen davon, dumm und dämliche Ausdrücke wie „Aktivitäten ausserhalb des Stundenplanes“ wollten von meinem Hoover-Brain einfach nicht eingeatmet werden. Das Franz-Gedicht liess ich vollends sausen, da ich mich im Stande fühlte, die random(25); Zeilen in den Pausen mir zu verinnerlichen. Dass ich um zehn Uhr des folgenden Tages gerade mal die ersten 2 Zeilen konnte, verschweige ich hier. (oder doch nicht?). Wie dem auch sei, ich schlief mit einem Kopf so gross wie - wer von euch hat Mars Attack gesehen? - genau so ein Alien, ein. Umso grösser war die Verwunderung, als unser lieber Mister EnglishTeacher, nach einer tortur-artigen Turnstunde, in der wir Wörtli-löschende Handstände üben mussten, lediglich 17 Wörter abfrug. (Diese coole Imperfektform von Fragen habe ich im „Der Schimmelreiter“, von Theodore Storm gesehen!!!). Durch weiteres geschicktes Kalkül habe ich dann noch drei weitere Zeilen des wunderbaren Gedichts namens „Le cancre“ gelernt.
Tja, was steht noch an? Eine Repetitionsarbeit Latein (jaja, haha, ich seh euch durch den Bildschirm ins Fäustchen lachen, dass ich armer Tropf Latein lernen muss. ;)) und am Freitag noch eine zweite Englisch-Probe (warum zur Hölle zwei Englisch-Tests in einer Woche?) sowie eine Geographie und Astronomie.

Macht uns nichts, wir sind ja zum einen Lern-Experten und innen und zum anderen „resilient wie ein Stehaufmännchen“ (Zitat des Herrn G.) … oder nicht? ;)

Montag, 25. August 2008

Mein Tag in Bern

Aus den Medien betreffend Europameisterschaft 2008 kennen es sicher alle: Bern. Ist es dir noch kein Begriff? Dann lass dir etwas einfallen, damit du es noch rauskriegst. Ich war in Bern. Unterwegs um in eine Kunstausstellung von Ferdinand Hodler. Sein Gebiet: Symbolismus. Man fährt also nach Bern. Die Oranjes haben sich verzogen, trotzdem sind Schwadronen von Menschen auf den Strassen. Nachdem ich die Stadtkarte auf allen 17 Sprachen gelesen hatte, wusste ich, wo das Museum war. - Schön kühl hier drin. Der mässige Besuch, vorwiegend Leute des älteren Semsters, tummelt mit iPods in den Ohren in den Gängen. Sie lauschen den Beschreibungen, welche auf den elektronischen Datenträgern gespeichert sind. Beim "Der Holzfäller", kommt mir gleich Sam in den Sinn, gleichzeitig mit der Person die unter dem Bild sitzt: Alt-Bundesrat Christoph Blocher. Sam als Politik-begeisterter, bestätigte mir am Abend, dass mein Gedanke an ihn berechtigt war: "Ich war an der Hodler-Ausstellung" - "Ah, Blochers Lieblingskünstler?" - man versteht sich.
Als ich dann ins Untergeschoss kam wo noch eine externe Sonderausstellung für Abstraktion war, traf ich eine Frau. Eine ganz normale, wie sie in allen Ausstellungen anzutreffen sind, Führerin - aber boah! Die hat mir die Philosophie von jedem Strich auf den erdrückend grossen und verschwindend kleinen Bilder erklärt. Die Expertin, kennt natürlich auch das Leben der Künstler, erläuterte mir die ganze Philosophie der alten Meister. Mit meinem akzeptablen Wissen über die Kunst konnte ich noch einigermassen mithalten ... dann sind wir aber weiter vorgedrungen und sie hat gesagt, dass sie ein Anhänger der Morphogenetik war ... huh, da KAM ich ins schwitzen, trotz den 18°C. Aber da ich mich niemals unterkriegen lasse, habe ich dann meinen einzigen Trupf aufsgespielt: "Rupert Sheldrake, was?". Hui, hat die Augen gemacht. Unter uns: Der Rupert Sheldrake ist das einzige, was ich betreffend Morphogenetik wusste ... (bis anhin natürlich; unterzwischen habe ich mich schon schlau gemacht ;) )
Noch was kurzes, auch in Bern: Als ich dann weitergezogen bin entdeckte ich noch einen Gitarren-Laden. Köstlich, Fender (American natürlich) Gibson (endlich mal eine SG in den Fingern halten!!) und eine schnittige ESP mit hässlichen Humbuckern. Wenns nicht so furchtbar heiss gewesen wäre in dem Estrich, bei 30°C draussen, hätte ich wohl mit dem Japaner, der auch anwesend war, einen Canon-Rock gerockt ... (wieso asoziiere ich japanische Gitarristen immer mit dem CanonRock?) ... - Mein Tag in Bern ... immer wieder ein Erlebnis. Danke fürs Zuhören ^^