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Montag, 27. April 2009

Das muss einfach auch noch festgehalten werden.

(auf Wunsch alles mal in Verdana)
Was tut man, wenn Kollege Alpha ein GA hat? Nicht viel, doofe Frage. Aber was tut man, wenn er einem anbietet das jährliche Mitfahr-Tages-GA mit ihm mitfahrend, rauszuholen? Klar; man geht exzessiv Zugfahren!
So hat das ungefähr angefangen. Am morgen um zehn Uhr Lochloch, trifft man sich am Bahnhof in L’burg und wartet auf den Zug. (Also Alpha und ich). Wohin will man denn? Genau, nach Genf, der Chef-Stadt der Schweiz, das ultimative Business-Zenter, inkl. CERN und all meinen sonstigen Lieblingsfirmen, die unser kleines Binnenland zu bieten hat. Wie fröhlich. Also fährt man etwa 3h (okay, für genaue Zeiten bitte Alpha-himself konsultieren) über Zürich-Bern-Lausanne, um schlussendlich in Genève das Mittagsmahl sich einzuverleiben (also sprich: zu essen). Lustige, alte Frauen sprechen Akira auf dem Fussgängerstreifen mit schnellem und relativ unverständlichem Französisch an. Erste Konfliktsituation. Schade dass wir kein Flipchart bei hatten, sonst hätten wir die Problemfaktoren systematisch eliminieren können und somit der chère Dame eine passable résponse geben können, so blieb es aber bei einem relativ kläglichen, jedoch dafür überaus geschickt improvisierten „Zut alors, c’est ça“, da ich ihren ein wenig kritischen Unterton heraushörte. (Und jah, ganz verschweigen kann ichs ja auch nicht, einen Grossteil habe ich eh verstanden, es ging mit mehr um den Konfliktsituationsmonstersatz … :)) Auf eine richtige Problemsszene stiess ich erst beim Sandwichkauf. Wie man sie kennt, die netten Verkäufer und Innen, sie haben einen „Bonjour, nous avons des sandwich avec salade et frommage etc etc blabla, qu’est-ce que vous aimerez?“, mit ganz viel Gehäufe in den Nebensätzen, drauf, den sie einem in einem Ultra-High-Speed runterrattern können, dass einem die Ohren flattern. Souverän habe ich dann einfach auf mein Wunsch-Eingeklemmtes manuell aufmerksam gemacht, dann aber noch mit einem J’aimerais … geholfen, und alles war im Lot, die Frau erkannte, dass ich kein „Westler“ (haha, wie in Brussigs Sonnenallee ;)) war.
Danach schlenderten wir wieder zurück zum Bahnhof und montrons so légèrement den Zug, wie es einem GA-Besitzer gebührt: Ganz nach der Mentalität „kommt er, dann gehen wir, sonst nehmen wir einen andern“. Für mich eine ganz nouvelle expérience.
So, fertig mit all den Franz-Einschüben (Rune wird sich wieder wundern), wir verlassen den Westen und fahren Richtung Visp/Brig. Vorher noch ein Halt in Montreux, wo es erstens mal das ominöse Jazz-Festival gibt, und zweitens einen coolen Bahnhof. Gut, aber weiter irgendwie … gar nichts? Alles war leer, kaum ein WC hat Alpha gefunden, der unterzwischen (gibt’s das Wort wirklich? Unter-zwischen? Mal ehrlich, unter und zwischen zur gleichen Zeit sein? Ein Wurmloch!! Hilfe, das Raumzeitkontinuum ist aus den Fugen, Pi=3, aaaah!!) mal für kleine/grosse Jungs musste.
Ja, gleich weiter resp zurück nach Bern, und von dort aus dann nach Luzern, wo wir den schönsten Bahnhof sahen und im Bretzel-König AbendBROT gegessen haben. (Ahja, ich habe mir da übrigens fest vorgenommen mal ein ernsthaftes Wörtchen mit dem „Bretzelkönig-himself“ zu reden; ich werde nämlich eine Konkurrenz-Firma gründen, die dann gleichwohl „Bretzel-Guru“ heissen wird. Ich werde dann das land perforieren (siehe Brussig) und überall meine Filialen errichten und ein Monopol was die kommerzielle Ausnutzung von eleganten Bretzeln & Co, KG).
Wo liegt der Clue, mag man sich fragen? Gute Frage, aber ich habe sogar drei Clues, die sich untereinander (resp nur der 3.) eigentlich wieder auflösen, was einen wunderbaren Zirkelschluss gibt. Einerseits ergibt sich das erst beim wieder zu Hause ankommen: Ich bin morgens um 14 vor 10, also 09.46 Ante Meridiem mit dem Zug abgefahren und exakt 09.46 Post Meridiem wieder im Heimatdorf angekommen. Wie wunderbar! In 12h kann man kaum mehr erreichen als wir, wenn man bedenkt, dass der Ausgangs- und Zielort identisch waren. Wir sind ungefähr 8,5h Zug gefahren, EXAKT 512 Minuten … wenn diese wundervolle Binärzahl einem Infcömler nicht geführt, weiss ich auch nicht … Andererseits möchte ich ein philogynes* (Erklärung unten) Wort einlegen: Wenn es heisst, dass zwei Frauen 8,5h miteinander im Zug waren und miteinander gelabert haben (ja, was sonst?), und das zwar exzessiv (2), dann heissts wieder: „Ja die Weiber schnorren wieder immer -.-“ … als mehr oder weniger überzeugter Soroptimist (gut, „überzeugter Soroptimist“ tönt vielleicht ein wenig hart. Aber ich denke, dass man einfach genügend Skepsis beiden Geschlechtern entgegenbringen sollte; aber auch hier gibt’s solche, die übertreiben (wie halt überall)) muss ich sagen, dass wir heute das absolute Gegenteil bewiesen haben: Männer können sich auch die Münder tot faseln, und zwar auch mit Rhabarber. So einfach ist das.
Yah, da bleibt noch als dritter Grund zu sagen … ~ wenn Du den letzten Blog gelesen, dann weißt Du, wie sinnlos die Ferien generell sind, also kann ich die ganze Fahrt auch als absoluten Oberschwachsinn zweier hirnverbrannten Riesenzäpfchen titulieren, sinnlos im Scheissdreck rumfahren, sorry, es ist unglaublich ;-D

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*Philogynie. Ich zeig Dir jetzt, dass in jedem ein kleiner Etymologe steckt; auch wenn das Wort völlig fremd tönt: Dem ist nicht so! Dieser Terminus ist ein Kompositum aus Philo und Gynie. Gyne kennst du von Gynoid oder zumindest Gynäkologe. Was wird es also heissen? Irgendwas mit Frau, ja! (Gynoid ist ein weiblicher Android, also einen einer Frau nachempfundener humanoider (menschenähnlicher) resp sehr humanoider Roboter.) Gyne kommt vom griechischen gyne, was einfach Frau heisst, wie einfach :-)
neXt: Philo … das ist schon schwerer. Beispiele: Ein Paradebeispiel wäre Philosophie, nur weiss leider niemand, was das überhaupt bedeutet … aber was ein Pädophiler ist, weißt du! Einer, der die Pädos, also die Kinder „mag“ *rolleyes*.
Jetzt kommt der Sherlock-Part: Das ominöse und ach gar so fremde Wort Philogynie „Frauenfreundlichkeit“.
Also Anmerkung: Gynophilie (also umgekehrt) existiert auch, meint einfach das sexuelle Interesse (vom eigenen Geschlecht unabhängig), sprich: Die meisten Männer sind gynophil, homosexuelle Frauen sind es aber auch, nicht verwechseln ;)

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Ich wünsch Dir einen schönen Start in die nächsten wohl mühsamen Starttage unserer wunderbaren pädagogischer Institution! :-)

Freitag, 23. Januar 2009

Von vor 2 Wochen

Every day the same procedure…
… genau, wie man es vom einem, einem zum grölen bringenden, idiotischem Buttler zu Silvester kennt, hatte ich auch heute (haha, nein, das war schon vor 2 Wochen) wieder einmal das wunderbare Vergnügen, eine superschöne und überaus bereichernde Zugsodysse im herrlich frischen Seetal, hoch bis Ithaka beziehungsweise Aarau zu unternehmen … haha (ok, ich übertreibe jetzt natürlich ein „Bisschen“.)
Mr. Fielmann und ich marschieren, wie wir es jeden Montag und Mittwoch Morgen tun, in einem nicht allzu gemächlichen Tempo zum Hauptbahnhof (gibt ja (Vorläufig *rolleyes*) nur einen. Wie so oft, sind wir genau auf die Sekunde, dass wir ja nicht in der Kälte warten müssen. (Kritiker mögen jetzt ja behaupten, dass wir spät dran sind; wir nennen es pure Perfektion ;)) Aber heute; heute war’s einmal (ok, wenn’s ja nur einmal wäre *rolleyes*) ganz anders. Als man an der Station ankommt, hört man sogleich die liebliche Stimme der SBB-Stimme: „Blabla, und ja, der Zug hat 15min Verspätung, bla, bitten um Verständnis“ … also das Verständnis konnte sie sich ja gleich an den Hut stecken/schmieren/pflanzen: Ein unzufriedenes Raunen geht durch die Menge. (Man beachte: bei einer Bellowzero-Temperatur von ungerade 7, ist’s freilich nicht lustig da draussen). Wir bleiben also da. Die Minuten verstreichen. Plötzlich, nach 10min: Unheil naht. Die Frau meldet sich wieder. Ich mochte gar nicht hinhören, aber unwillkürlich klang es trotzdem an meine Ohren: Der Zug kommt nicht, benützen sie doch bitte den Internet Explorer nächsten Zug. Eine spürbare Welle von „Stfukthxbaikackb00n“ ging durch die Reihen. Uns erst 10min warten lassen, dann erst sagen, dass dieser Scheiss-Zug nicht kommt. Gehen wir halt wieder nach Hause, nächster Zug in 20min. Jah, ich hab die Latein-Hausaufgaben sowieso noch nicht ganz erledigt …
07.34 Uhr kommt Mr Fielmann bei mir vorbei. Warum so früh (der Zug rollt ’46)? Ganz einfach: Er habe im Internet (mit FireFox) gesehen, dass der nächste Zug auch Verspätung habe. Vielleicht ist ja irgendeine dämliche Kuh auf das Gleis gestanden, und als dann der Zug zu schnell kam gab es … es … nuja, jetzt fehlen mir die Worte … unglaublich ;) Nein, wir rennen also los, damit wir es noch auf den ’40er schaffen. Bahnhof kommt in Sicht, Gleis 1 und 2 voll. Voll mit was? Kühen natürlich. Wir gehen also zum Gleis anstatt zur Bushaltestelle und wollen in unseren Lenzburger einsteigen. Verdammtnochmal, da kommt ein Bahnangestellter aus dem Zug und tut uns darauf hinweisen, dass dieser Zug jetzt „umgegleist“ (von Gleis 1 auf 2 gebracht wird) und der andere später komme … also langsam beginnt es mich zu ärgern. Den Rest gibt’s mir dann, als wir zum Bus wollen, der uns jedoch vor unserer kalten Nase davondüst. Buschauffeure haben schon etwas Teuflisches an sich …
Ja, zurück am Bahnhof (dieser Blogpost wird langsam aber sicher zur psychischen total Strapse, äääh, Strapaze; immer Bahnhof, Zug, Bahnhof, Bahnhof, und irgendwelche Dinge, die schief laufen ;D) teilt uns die SBB-Frau freundlich mit, dass der nächste Zug um die 7min Verzug haben wird. Glücklicherweise (also den Sarkasmus hört man langsam aber sicher heraus) kommt er ganze 11min zu spät, was uns den Anschlusszug nach Aarau versaut … exactément um _1_ Minute. So macht das doch Spass. :D
Als ich dann, irgendwann einmal in der Schule ankomme, habe ich nicht nur Latein in der ersten, sondern auch die Hälfte der Wirtschaft verpasst. Ein Hoch auf die SBB und dem Chondemetzger (An dieser Stelle möchte ich noch ein Danke an Herrn Alpha aussprechen)


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Yuya, ich mag Wörter mit vielen Ypsilons drin und freue mich auf die Ferien.
Ich freute (Konjunktiv) mich auf Kommentare.
Und ja, bald gleich nochmals vorbeikucken hier; falls ichs nicht vergesse (und ich vergesse es nicht ;)), kommt hier noch eine kleine „Überraschung“.


Und noch nebenbei: Ich wünsch euch zwei Damen alles Gute. Ich bin überzeugt, ihr werdet euren Weg finden und eine feisse Sache aus eurem weiteren Weg machen. Bis irgendwanneinmal (^_^)/~

Und euch, die ihr eure (wow, so ein Satz wollte ich schon immer machen, 4 Pronomina hintereinander) Ferien von heute an geniessen könnt, wünsche ich alles Schöne und bis in 2 Wochen respektive vorher nochmals im MSN oder hier, auf akira-sensei.blogpost.com ;-)
See ya

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Wer Murphy ist, und warum er mich hasst

Nun gut. Nach längerer Pause dieses Blogs auf Grund vom (ich würde jetzt gerne das schöne Wort „Wartungsarbeiten“ in den Mund nehmen; aber nein, es ist was anderes) in letzter Woche gegen die Infinität (schon wieder ein für Word unverständliches Wort) konvergierendem schulischem Stress, hatte ich halt relativ wenig Zeit … und ich wollte ja Murphy nicht herausfordern … Murphy; ja, genau, mein Stichwort! Vielleicht ist es einigen sogar schon aufgefallen, dass ich, wenn es mir mies ergeht, oft von Murphy spreche. Tja, dieser Sensei des Unglückes hat es jedoch auch noch nie fertiggebracht, meinen untrübsamen Optimismus zum welken zu bringen. Ha!


Eine kurze Erläuterung:

Murphy war ein Captain bei der US Air Force. Irgendwann einmal sind die Alphatierchen dieser Firma (welch Anspielung *rolleyes*) dann auf die Idee gekommen, einen Test zu konstruieren, bei dem es darum geht, wie viel Beschleunigung ein Mensch in einem dieser Donner-Vögel-Jets (ohne Worte *rolleyes*) aushalten kann. Wie man das mit dem heutigen technischen Krimskrams dann halt macht, mussten sie der Testperson respektive dem Opfer random(Sensoren); befestigen; genauer aber keine random Anzahl, sondern exakt 16. Nun, der Clou ist, dass man diese Sensoren entweder richtig oder halt eben falsch anbringen kann. Welch Ironie des Schicksals also, dass der Mann (nicht irgendein Mann, nein, ein geübter Ober-Guru der US Air Force), der das Ganze von Statten bringen sollte, methodisch ALLE, tutti, tous, todos, einfach alle diese verdammten Sensoren falsch befestigt hat. Es ist un-glaublich! Und dann kam Murphy ins Spiel; und zwar mit der These: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“


Natürlich hat das jeder schon mal irgendwo erlebt. Beispiele: Es kommt eine gewisse Erweiterung für ein gewisses Spiel heraus (ich schiele jetzt zu einer gewissen Gruppe unserer Klasse) und ausgerechnet dann ist man pleite, in den Ferien, oder der PC ist kaputt. Oder man muss auf den Zug. In der ersten Doppelstunde eine grosse, sagen wir mal Bio-Semesterprüfung. Aber von allen 365 Tagen in einem Jahr, in dem dieser vermaledeite Scheisszug nie Verspätung hatte, hat er heute auch keine Verspätung, nein er kommt gar nicht, er fällt aus. Als ob das dann nicht genug wäre, kontrolliert einem im nächsten Zug dann der Kondukteur und man bemerkt, dass man sein A-Wellen-Billet vergessen hat. DAMN!


Und dann als letzter Punkt noch, warum mich Murphy nicht nur nicht mag, sondern regelrecht verabscheut. Nun, die Antwort ist gar nicht allzu kompliziert: Ich weiss es auch nicht. Ich führe schon seit einiger Zeit praktisch Krieg mit ihm, aber er zieht irgendwie immer den … ähm … längeren? Quatsch, ich zieh den Kürzeren? ;D

Wenn mich das Pech einmal nicht mehr verfolgt, dann … weiss ich auch nicht. Jedoch freue ich mich immer umso mehr, wenn ich dann mal Glück habe. Meistens alles auf einmal. Hier eine kleine Anekdote (omg, ich hör’ nicht mehr auf mit diesen listigen kleinen Abschnittchen ;) )


Morgens halb zehn in Deutschland. Nein, kein Knoppers; morgens 07:09, Schweiz, nicht weit vom Bahnhof. Klein Akira marschiert im Laufschritt Richtung Bahnstation. Er ist eh schon spät dran. Das merkt er daran, dass Train, sein Nachbar, VOR ihm geht. Train ist immer sehr knapp, also musste er noch knapper sein. Ich gebe zu, ich hab nur 2min von zu Hause bis zum Zug, aber diese 2min haben es in sich. Wie dem auch sei, plötzlich fällt mein Blick auf die Sporttasche an Trains Torso. DAMN! Ein Hochgeschwindigkeitskino von ekelerregender Sportwäsche der Schule, Zug verpassen und Tannenbäume rast an meinem inneren Auge vorbei. Dienstag; Physical Education. Wie ein mit frischem Spinat gefütterter Popeye renne ich also zurück. In alle Hast wurde meine Gehirnaktivität heruntergeschraubt und ich habe nicht daran gedacht, meinen Rucksack liegen zu lassen … *rolleyes*. Es war kalt und rutschig. Als ich über die Wiese, die eine gute (aber nutzlose) Abkürzung darbot hinwegfegte, bin ich noch beinahe umgefallen. ;)

Daheim angekommen, stürze ich mich gleich auf meine Turntasche und sogleich war ich auch wieder verschwunden gewesen. Jedoch war mein Blick vorher auf die Atomuhr kein Gutes Omen. Es war schon 07.12 Uhr; mein Zug fährt um zehnnach. Ich dachte noch, dass das knapp werden würde. Aber, es war kaum zu fassen, der Zug stand. Erneute setzte ich zum Sprint an und drosch wie ein von einem Wurm gebissener Ameisenbeobachter (können Würmer beissen?) meinem Ziel entgegen. Es reichte. Ich stieg ein; Abfahrt. Train stimmte eine „Das-kann-doch-unmöglich-sein-dass-du-so-viel-Glück-auf-einmal-hast“-Orgie an, der es immer noch nicht (noch heute nicht) glauben kann, dass der Zug damals einmalig eine ca 5min Verspätung hatte. :D


(Aber das geilste wäre ja gewesen, wenn er mir, trotz Verspätung, dann doch noch vor der Nase weggefahren wär’. Das nennt man dann Murphy im Quadrat ;D


Schönen 2. Weihnachtstag

Akira~

Freitag, 10. Oktober 2008

Geneva - Die Woche der Superlative!

erster Tag

Morgens früh in aller Frische am Bahnhof Aarau. Mit Kollege (welcher auch immer, ich sag mal) Barbarossa, warte ich alleine, zuerst, da wir die miesesten Zugverbindungen haben. Minuten verstreichen, und einer nach dem anderen trudelt auch ein. Eine verschlafene Menge blinzelt aus trüben Augen zu den mit voller Tatendrang gefüllten Lehrer und folgen ihnen in den ankommenden Zug. Nein, es war nur ein Lehrer, Knüssel steigt erst später zu. Unterwegs Richtung unserer Reisedestination Genf. Vor der Ankunft möchte ich ganz kurz unterbrechen und dir erzählen, was unsere eigentliche Arbeit in Genf sein wird: Einen Stop-Motion-Film aus eigener Werkstatt. Wer jetzt das grosse Fragezeichen von Minerva auf die Stirn gemalt bekommen hat, soll doch den netten Link rechts zu Wikipedia konsultieren und die Wissenslücke stopfen. ;) Wir machen in Fünfergruppen bei verschiedenen Locations in Genf Fotos und bearbeiten die dann, resp fügen sie zum Film zusammen. Wenn ich von „wir drehen“ rede, meine ich unsere Gruppe 5, bestehend aus Michi A. Jackson, Lewis, Tjom und mir. Und ja, wir waren halt nur zu Viert.


Unterwegs im ICE wird unter eifriger Diskussion ein Konzept für die Film-Story ausgearbeitet. Ein Gipfeli, welches wir scherzensweise durch alle 24 Personen teilen sollten, gab es als Stimulation für uns und unsere Gehirnwindungen. Nach etwa zwei mehr oder weniger amüsanter und ideenreicher Stunden kommen wir in Genf an. Im Gänsemarsch verfolgen wir Lehrer Flashissimo auf eine kleine, verkackte (von den Vögeln) Insel, auf der wir unser Lunch einnahmen. Kollege Aslan fängt mit blossen Händen eine Taube, was mich schwer beeindruckt, lässt sie uns aber nicht aufopfern um einen Dünndarm für unseren Film zu gewinnen. Am Rest des Nachmittages beschäftigen wir uns einem (einer oder was auch immer) Stadtralley (Rallie, Rallye oder was auch immer), bei der wir uns auf französisch durch die Leute fragen müssen, um bestimmte Gegenstände ausfindig zu machen. Wir, die Erbschenpflücker, absolvieren mit den ausgewogenen Kenntnissen, aber vorwiegend (Achtung Arroganz am Start!) mit meinem Franz-Vokabular schaffen wir es, die Kreuz und Quer liegenden Posten in Highspeed zu finden und fotografieren. Krass, hey! (→ siehe Foto). Der aber kühlste Task an diesem Spiel, war bestimmt die „Armillarsphäre“. Ich sehe grad, Word kennt den Ausdruck auch nicht … ebenso wie Wikipedia oder eine anständige Google Seite oder einer der Tausenden von sich dumm und dämlich laufenden Touristen und Ansässigen in Genf. Auf Englisch und mit Händen und Füssen haut man Passanten an; ohne Erfolg. Schlussendlich besuchen wir (schon) zum zweiten Mal an dem Tag das Touristinformationbureau. Mein Gott hat der Trottel (yes, ein Trottel) von einem Auskunftsmann seine Augen verdreht … als ob eine Horde wild gewordener Auberginen eine Anfrage nach Dalmatiner-Welpen gemacht hätte. Verdammt. Zum Glück von mir und Tjom (der der einzige war, der sich traute mit mir reinzukommen. Schämt euch, ihr anderen zwei!!) war da noch ein zweiter „Informant“ der uns weiterhelfen konnte … oder es versuchte. An seinem PC haben wir etwa auf Seite 17 der Google-Ergebnisse ein brauchbares Resultat gefunden: Es ist eine dumme Kugel aus Bronze, nein ein Globus, herrje nennt man Globen Sphären? Nein, in unseren Breiten nicht; jedenfalls ein dummer Globus halt, der halt aus Bronze ist, der beim UNO-Gebäude zu finden ist. Und mit der abartig krassesten und niederschmetternsten Wahrheit die es gibt möchte ich Tag 1 ad acta legen: Diese Hünen von Aufpasser beim Haupteingang haben uns nicht einmal in den Garten zur Kugel gelassen, damit wir ein Photo schiessen konnten. Welch Frechheit!


Tag 2

Haha, der Clou ist, dass Tag 1 noch gar nicht zu Ende war. Jedenfalls für uns Gamer nicht … Praetorians heisst das Spiel, welches die Woche noch prägen wird. Ein tolles Mittelaltergame, das man auch mit mehreren Spielern gleichzeitig per LAN zocken kann. Nun geht es darum, die PCs zu verbinden. Tjom, Non-CPU mit XP als OS, hat grosse Mühe sich mit uns Vistaler (leider, gezwungenermassen …) zu verbinden. Kollege Parameter, Bettnachbar meinerseits, versucht zu helfen indem er uns ein fünfzehn Meter (fünfzehn verdammtnocheinmal!!) langes LAN-Kabel zur Verfügung stellt. Nach Prinzip Try and Error geht man weiter … ohne Erfolg. Unser XP-Mitgamer muss leider passen, da es heute wohl einfach nicht mehr klappen würde. Schade. Michaelius Jackson (oder wie auch immer) und ich spielen noch eine Runde, bevor es zwölf Loch Loch schlägt und man schlafen geht.


So. Jetzt beginnt der 2. Tag: Nach einem relativ hässlichen und sehr spärlichen Frühstück (ja, das war ein direkter Angriff) beginnen wir unsere StopMotion-Film Session eins. Nach einem weniger gravierendem Streit beginnt man, indem Kollege Ainran Michaelius rückwärts die Treppe runterschmeisst. Kein Zuckerschlecken für klein-Michi, der gar nicht zu Frieden war. Zum Glück wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht, was noch auf ihn zukommen würde … Wir begruben ihn unter einem Sessel, und er ass Staub. Ich möchte hier nicht weiter auf den Film eingehen ;)


Am Mittag gibt es Selbstverpflegung, was ziemlich brot- und fleischlastig ausfällt. Drei Stunden später haben wir um die 700 Bilder geschossen. Beträchtlich nicht? Am Abend schauen wir 24 Leute gemeinsam die Resultate des Tages an. In den Filmen machten sich Sonnenbrillen selbstständig, harmlose Zeitungsleser verführt und Jackenskateboard gefahren. Abgefahren! Wir lernen was über ästhetische Bilde und werden auch geheissen, solche zu schiessen. Nach einer weiteren Runde Lan-Party geht man auch wieder früh schlafen. Ich hab jetzt bewusst die sich sehr streckenden Bilderbearbeitungstouren die wir hatten, ausgeblendet resp nicht erwähnt. War nicht sehr lustig. :)


3rd Day

Every Day the same Procedure, um Dinner for One zu huldigen, gibt’s wieder das wüste „Zmorgen“. Voller Elan wird von den Lehrern verkündet, dass wir am Nachmittag den Mont Salève beklettern werden. (es gibt schon einen Grund, warum ich nicht „besteigen“ genommen habe ;)). Coolerweise sind es „nur“ um die 600 Höhenmeter die es zu erklimmen gibt und Lehrer Knüssel gibt nach jedem Fünftel Wegstrecke bekannt, dass wir schon fast die Hälfte haben. Nach den ersten 200m gibt’s Pause. Jemand bekommt den jährlichen Migräne Anfall und jemand zweites geht freiwillig mit der Ärmsten zurück. Ob es wirklich, wirklich so war, möchte ich nicht ausdiskutieren. Die beiden Fronten geben ja doch nicht nach. - Ich wette mit Michi A. Jackson, dass er es nicht schafft, einen Apfel bis wir oben sind, nur mit den Zähnen im Mund zu halten. Doch er will mir das Gegenteil beweisen. Nungut … Zehn prustende, lachende und grölende Minuten später muss er unter einem Schwall von aus dem Mund triefendem Sabber klein Bei geben. Schade eigentlich. Als jemand fragt, ob wir gleich hier und jetzt umkehren können, gebe ich zur Antwort, dass wir vor sieben Sekunden am Point-of-no-Return angekommen seien, und wir und Wohl oder Übel rauf müssen. Dies war das wohl intelligenteste was ich an dem Tag verlauten liess … bis vielleicht auf die Frage, was Spoonerismus sei. Gipfelstürmer rennen den Rest des Weges nach oben, unter ihnen Tjom. Ich habe keine Ahnung, woher sie diese Energie herholten. Auch egal. ;)

Für die wunderschöne Aussicht, welche gar nicht so schön war, und Lehrer Flash8 uns schon in der Schule auf einem Foto vorne weg genommen hatte. Ich hätte es beim Foto belassen, egal, wir waren oben, und das war das Wichtigste, denn runter können wir ja mit der Seilbahn. (die übrigens einen ganz lustigen Namen hat im Französischen. Hab ihn aber leider vergessen …)


Argh scheisse … irgendwie hätte ich alles schon früher schreiben sollen, jetzt fällt mir nämlich grad nichts mehr ein, was wir dann gemacht haben. Ich mach mal ne Runde Pause. ;)

>> Du glaubst es nicht, aber aus der Pause wurden jetzt 6 Tage o_O


Weiters im Text: Beim Runtergondeln merkt man tatsächlich, dass wir bei der ersten Knüssel’schen Ankündigung, man habe fast die Hälfte, noch NICHTEINMAL einen Fünftel hatten. Tja, Sachen gibt’s ;) Wieder zu Hause beschweren sich zwei Jungs aus unserem Zimmer (Michael Jordan und Nummer 2), dass die Migränierten (schon wieder ein neues Wort konstruiert) in den 5h Abwesenheit von uns kein einziges Bild „geflasht“, wie wir die mühsame Arbeit nannten, hatten. Beim Abendbrot (Die eine Mädchengruppe inkl. Masaru hatten Fertigsalate gekauft. Hurra!) sah alles besser aus … oder beinahe besser: Mein Kartoffelsalat war irgendwie; ähm; unfein, um es seriös auszudrücken. 50% Sauce, die eigentlich keine Sauce, sondern Matsch aus dem Gemüse, angereichert mit den vielleicht 20% Sauce, war. Am Abend war … ähm … *stotter* … sorry, es ist zwei Wochen und ein Tag her, seit dieses Abendprogramm war, ich habe keine Ahnu … *unterbrech* OK, wir haben den Abend mit unserem Super-WLan Letzwerk namens „Teh uber mastahs in Genf“ gegamet, während die andere Hälfte draussen war, und es andersweitig lustig hatte. (*rolleyes*).


Day Number Four

Donnerstag war lustig. Morgens, eine Minute vor Acht. Zwei Drittel unseres Zimmers ist am Frühstücken. Michi A. Jackson und ich liegen todmüde im Bett. Nicht schlafend; wo denkst du hin; nein, das hat man uns nicht gegönnt. Man wurde durch lautes Poltern und grellem Licht aus den Träumen gerissen. Das sind die Eifersüchteleien von denen, die vom Türeknallen in ganzen Haus geweckt wurden. So liegen wir da, die Augen mehr zu als offen und sabbeln davon, wir müssten runter gehen. Nein, aber wir genehmigen uns noch eine Viertelstunde, bevor wir uns unbemerkt runter ans Buffet schleichen. (wenn wir das jeden Morgen gemacht hätten … fünf Tage an vierzehn Minuten: Siebzig Minuten länger schlafen. Nicht schlecht).


Am Morgen suchen wir dann so einen coolen Möbelladen auf, den wir schon einmal in Betracht gezogen hatten, darin eine Szene zu drehen. Die Göre am Empfang konnte kein Wort Englisch, so schlug ich mich wieder mit dem Französisch durch, und Tjom unterstützte mich auch tatkräftig. Nach langem Gerede stellte sich heraus, dass der Chef noch nicht da war, und wir doch 10 min waren sollten. Anstatt zu warten inspizierten wir das Little-IKEA: Ganz à la Chinesische-Schriftzeichen, was da voll in schien. Ich fands nicht so ansprechend, aber ich kauf ja auch keine Möbel ;) Wir haben dann die 10min vergeblich gewartet, weil er uns nichts weiter sagte, als das wir es tun dürfen. Haha. Wir haben normale Tische zu Bürotischen umgewandelt und klein-Akiras zu Bürogummi-Akiras transformiert und konnten so ohne Probleme die Szene drehen. Es kamen keine Besucher des Ladens und wir kamen gut voran. (Ja ich weiss auch warum da keine Leute waren ……..)


Danach begibt sich unsere Gruppe an den letzten Drehort: Das UN-Building. Wir stehen den hunderten von Japanern, Koreanern, Vietnamesen, Chinesen und allen andern im Weg rum (oder nein, besser gesagt: SIE stehen UNS im Weg rum). Vor lauter Vögel und Blitzen die aus den Fotoapparaten vögeln und blitzen (der war jetzt mit Absicht ;)) zieht sich unsere Dreharbeit hin. Nachdem ich die Welt mit einem Time-Stop oder auch Freeze genannt, angehalten hatte, konnte ich Tjom, im Film alias Pancock, den Todes- oder mindestens den Ohnmachtsstoss geben. Der Flog aus dem Bild davon und gut war das. Da es aber erst etwa halb 4 Uhr war, beschlossen wir, noch eine weitere Szene als SpecialFeature zu drehen (oder halt fotografieren). Meiner Meinung eine der coolsten Filmausschnitte überhaupt war das Resultat. Schlussendlich diente eines der Bilder sogar als DVD-Menu-Hintergrund …


Am Abend stand ein Movie auf dem Programm … aber welchen? Demokratie war angesagt.

Nach mehreren Durchgängen der Abstimmung standen folgende Filme im Finale: Chocolat, The Simpsons Movie und The Life of Brian. Ich als Monty Python-Fan warb bei allen damit, dass es nicht nur ein guter und philosophischer, sondern auch wohl der lustigste Film im Universum ist. Für die Simpsons stimmte fast niemand mehr; vielmehr bildete sich das Feld zu einer Chocolat und Brian Fraktion. Die beiden Kontrahentengruppen wetteiferten schlimmer als Obama und Clinton; schlussendlich gewann der Brian. Neunzig Minuten Humor vom Feinsten standen uns bevor. Ich genoss es und konnte selig einschlafen.


The Fifth Day

Cool wie wir waren (und immer noch sind ;) ), haben wir uns den Freitagmorgen schön von Dreharbeiten frei gehalten, um uns voll und ganz der ganzen Bearbeitung widmen zu können. Haha. (Man stelle sich dies Lachen als solches vor, genau dann, wenn Knüssel was Zweideutiges oder sehr Ironisches gesagt und dann ein sarkastisches „Haha“ verlauten lässt) Falsch gedacht (immer noch selber Tonfall). Nach fünf Stunden Arbeit (wohlverstanden: Hochtourige Rotation, Konzentration und *suche ein Wort mit –ion* … und Kommunikation. Auf drei Laptops gleichzeitig) hatten wir noch kein Ende in Sicht und mussten resigniert zum Mittagstisch. (Essen halt … notwendiges Übel) Danach nochmals weiter mit Hintergrundmusik suchen, flashen, Bilder suchen und bearbeiten. Alle standen am Anschlag, und als sich gegen drei Uhr (wo wir dann alle Filme der Gruppen schauen wollten) immer noch kein Ziel in sicht stellte, kam eine Krise auf uns zu. Der Kollaps ereignete sich um 14.50 Uhr, als wir feststellten, dass einige Bilde noch nichteinmal ins Flash importiert wurden. Glücklicherweise war bis auf eine Gruppe noch keine fertig. So wurde die Deadline auf 17.00 Uhr im Zug gesetzt. Tjom und ich programmierten die einzelnen Fragmente des Gesamten zusammen, bis wir kurz vorm Kotzen waren. Diese dummen Züge die in den Kurven schaukeln … Arbeit eingestellt. Alle am Sterben. Haha (fröhlich). Herr Hauswi … argh (keine Namen) … ähm… Hausmeister (sorry ;) ) verlegte den Abgabetermin ein letztes Mal auf später: Der kommende Montag. Nach einem sehr stressigen Wochenende und einem externen Treffen mit Herrn MH konnte dann der Stick mit den Daten endlich überreicht werden.

Yeah!


Ich hoffe es hat euch gefallen und schaut wieder einmal vorbei. Wenn man unten Auf „Kommentare klickt, kann man mir noch ein Feedback geben; danke


~le fin~


[P.S: Eigentlich wollte ich in allen Texten auf Smilies und Inflektive (wow, nichtmal Word kennt das Wort. Ein Inflektiv ist so was *gähn* oder *rolleyes*) vermeiden um möglichst mein schreiberisches Können herauszufordern. An manchen Stellen hab ich aber ohne Vorwarnung voll auf dieses Dogma verzichtet und drauflos inflektiert (oder was auch immer).]