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Dienstag, 21. Juli 2009

Jahresblog

So, so, so. Ein ganzes, verflixtes Jahr ist also schon um. Ich glaube, ich muss mich daran gewöhnen, dass die Zeit sich für mich nicht nur physisch, also wegen der Grösse meiner selbst und der Gravitation der Erde, nein auch psychisch empfunden, verändern, sofern ich hier im Futur sprechen darf, wird. Es ist vollbracht, das erste Jahr: Kummer und Freude, diese, denen ich Prägung und Kenntnisse verdanke sind verstrichen. Ein. Ganzes. Jahr. Es. Ist. Unglaublich. Danke!


Was hat aber klein-Akira-sensei hier so tolles ausgegraben, dass er ein solch Aufruhr auszulösen vermag? (Mist, ich merk, dass Ödipus Rex mir betreffend dem Satzbau zugesetzt hat ;)). Tja, ich habe ein verschollenes Dokument wiedergefunden. Die Bergungsaktion hat am 21. Juli 2009 begonnen und am selbigen Tage auch wieder aufgehört: Ein vereinsamtes Word-File in einem Ordner namens NKSA … mit einem Bericht der Empfindungen meinerseits des ersten und dritten Schultages an der ominösen „Schule“.


Ich habe damals, vor knapp einem Jahr, einfach alle meine Rezeptionen herausgenommen und am Mittag im EG-PC-Raum niedergeschrieben. Naja, weder Rücksicht auf irgendwer noch Personenschutz oder Sonstiges ist von mir vorgenommen worden, d. h. voll Rohr auf den Magen, schlicht nur für mich, und nicht die Öffentlichkeit. Doof, dass ich mich jetzt dennoch entschieden habe, es zu publizieren. Cool, ne? Na, ich fühlte mich gezwungen, einige Phrasen herauszukürzen, da ich denke, dass sie schon frech oder gemein sind, so sind sie weg … viele (aber nur viele ;)) sind eh nur Vorurteile …


Scheisse, ich muss sagen, manchmal musste ich beim durchlesen schon lachen. Ich habe nichts verändert und/oder angefügt, einfach so gelassen. Es ist quasi die Urform des Akira-Schreibstils. Ich finde es echt faszinierend, wie ich eine Metamorphose betreffend allem Geschriebenen durchgemacht habe, wohl nicht zuletzt zu Danke dem General. (Wer das ist, wirst du schon noch feststellen).


Zensuren sind […] und verdecken von einzelnen Wörtern bis ganze Abschnitte.



1. Tag

Und das ist das Episodchen, von meinem erneuten ersten Schultag an einer vollkommen neuen Schule, von der ich aber nicht weiss, wie man sie am besten in das sehr beschränkte Hochdeutsch übersetzen könnte, geschweige denn die korrekte Transkription derselben. Und wenn ich sie wüsste (natürlich hab ich geflunkert, ich kenn den Namen ;)), dann würde ich sie, oder lassen wir den Konjunktiv, ich sag’s euch schlicht nicht, da man sonst mein Alter annähern könnte. Danke für das Verständnis.

Wie dem auch sei, am Morgen trifft man sich am Bahnhof mit … nein alleine halt. Aber wer trifft man? Yeah, Dominik unser Drummer steht auch am Bahnhof, auf den Zug ins für mich neue, für ihn gewohnte Schicksal wartend. Nebenbei: Dominik besucht nicht dieselbe Schule wie ich, sondern übt einen Beruf aus. Wie dem auch sei, nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt trennen sich unsere Wege und ich zieh von dannen Richtung meines Schulareals. Der Rektor und der Prorektor versprachen in einem verheissungsvollen Brief, dass es eine mindestens dreiviertelstündige Rede geben wird, was mich zum einen beeindruckt und […]. Dem Prorektor seine Augen huschen in der Menge von einer relativ grossen Anzahl Schüler umher, sucht Blickkontakt, […]. Nach einigem administrativen […]werden wir dem Abteilungslehrer zugeteilt, beziehungsweise heruntergelesen, wo wir schon eingeteilt waren.

In den Klassenlokalitäten angekommen, stellt sich uns unser Abteilungslehrer als Herrn Zeta (Name von der Redaktion, sprich von mir, Akira, geändert) vor und weiter geht’s mit Formularen ausfüllen. Alle Schüler sehr nachdenklich und scheu gestimmt, bringt er einen Kalauer gefolgt von dem nächsten. Zugegeben, manchmal waren sie sogar keine Kalauern, sondern wirklich lustig. – Wir haben Männlein und Weiblein fast gleichermassen vertreten, [...]

Herr Zeta führt uns durch die ganzen Gebäuden und Turnhallen, Musikzimmer und Aulen. Er marschiert wie ein General; sowie er auch spricht, sehr laut, sehr gutes Hochdeutsch und immer was Disziplinierendes im Unterton. So erklärt er uns Regeln, was wir dann und dann tun sollen und dürfen bzw lassen können und müssen. Nach diesem kleinen Rundgang durch das pädagogische Institut, welches übrigens als eines der Besten gilt, oder von den Rektoren nur als das beschworen wird, geht’s ab zum Mittagessen in der Mensa. Man trifft einen alten Bekannten der Volksschule, der auch das schmeisst, was ich da tu. Gesellig setze ich mich zu ihm, da sich die anderen meiner Klasse scheinbar alle zum Invisible Touch höchstpersönlich mutiert haben. Für wenig Geld kann ich eine grosszügig geschöpfte Portion SchniPo geniessen, wobei mein Kollege A17 an von zu Hause mitgebrachtem Was-auch-immer-es-war sich zu erfreuen versuchte.

Nach dem Essen watscheln wir ein wenig unbeholfen auf dem grossen Schulgelände umher, um uns danach im Informatik-Zimmer 16 wiederzufinden, wo ich des späteren nachmittags dasselbige Fach erfahren werde. In Zwischenzeiten, wo man nichts zu tun hat, ist es gestattet an die Computer zu sitzen und die Zeit mit irgendwelchen hirnlosen Internetseiten zu verbringen … tja, wenn man nur das Passwort unserer Klasse wüsste, wäre das wohl auch die unsrige Beschäftigung der nächsten 15min gewesen, bis mein Unterricht hier und des Kollegen A17’s seinen in seinem jeweiligen Zimmer begänne; aber man wusste es schlicht nicht. So wird halt die fünfzehnminütige Pause zu einer Halbwertszeit eines Uran238atoms. (Was diese beträgt, lässt sich im Internet nachschlagen ;)).

Nach weiteren 4,468 Milliarden Jahren (oh nein, jetzt hab ichs noch verraten …) kommt der Lehrer herein und wir beginnen 2h lang eine sehr anödende Informatik-Lektion mit weiteren Formularen und Email-Adressen-Umleitungen.

Mein Zug nach Hause fährt genau 5min nach Schulschluss. Ergo müsste ich sehr pressieren … wäre hier nicht wiederum ein fieser Konjunktiv! Nein, der Lehrer lässt uns, aus welchen Gründen auch immer, gute 6min eher raus, und für mich reicht es, vom Schulhaus bis zum Bahnhof zu marschieren (ich hab mächtig ausgeholt, immerhin 7min und 36sek; bei meinem Schritttempo, gleich des Generals seinem.) Nach ein wenig Verwirrung am Bahnhof reicht es mir aber schön um den Zug zu besteigen und nach Hause zu rasen. […]

Comments per PM/IRC oder anderen Instant Messengern ;)



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3. Tag

Der zweite Tag geht dem Ende zu. Nein, Scherz, wir haben Mittag. Am Morgen gab’s schon die erste ganz tiefe Verunsicherung und Frustration. Als ich, ein wenig sicherer als bis anhin, den Altbau aufsuche, und in dessen UG marschierte, kam auch sogleich die Aufklärung. Herr Beta, mein Lateinlehrer sei krank. Keine Ahnung warum mir das erst jetzt mitgeteilt wurde ... Kacke. Also eine Stunde zu früh in der Schule. Irgendwo in der Mensa trifft man ein zweites verlassenes Schäflein, besser bekannt als Thomas. (yah, der heisst Thomas!). Wie mir erklärt wird, ist er immer schon eher hier als alle anderen, denn er möge das Gehetze morgen früh nicht.

Perge, perge. […]. Wir schlagen im Strafgesetzbuch ein paar Dinge nach, und die Stunde ist so jäh vorbei, wie sie angefangen hatte. Im nachfolgenden Fach, nämlich Französisch, was das ganze nicht so einfach. Zwei Stunden bei einem coolen Lehrer. Er ist der Miraculix der Wirklichkeit mit einem kleinen Touch von George Washington im Gesicht. Nicht schlecht staunen wir, als er uns nonstop mit unverständlichen französischen Wörtern vollpredigt. Ich versuche mich gleich ranzuhalten und das Beste aus dem Fach zu machen. Nicht schlecht. Am Ende lesen wir L’Ordinatuer […].



Wie gesagt, die Zensur ist einfach nicht für die Öffentlichkeit, auch wenn sie grösstenteils nur aus Vorurteilen gesteht. „Akira ist ein riesiges A[…].“ … mag vielleicht eine ein- bis zweideutige Zensur sein, jedoch ist sie nur ein Vorurteil (resp beschimpfe ich mich nicht selber, man ist ja kein masochistisch veranlagter Selbstgeissler …)


Stichworte sind zB das beschränkte Hochdeutsch, der ewige Konjunktiv, der mässige Sarkasmus, Thomas' resp Alphas "immer-füher-dort-sein".


Und so weiter und so fort et cetera et cetera und gegbenenfalls perge, perge. Ich erwarte von jedem Blogleser ein Comment der entweder eine Kritik, ein nostalgisches „An-den-ersten-Schultag-zurückdenken“ oder eine sonstige Form von Selbstbemerksamkeit! :-)




See you,

Akira.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Ode an den Untergang

Es. Ist. Unglaublich. (ohne jeglichen Konsens)

Ich habe Mma Ramo- ... (na, an was erinnert uns das?) ~ ich meine Mme Näkemiin (oder wie sie sich auch nennt (haha). Komischer Name hast du dir das ausgesucht) mal versprochen, quasi ein Manifest der definitiven Komplexität in Form eines ausgesuchten Textes zu verfassen; dafür brauch ich eine gute Inspiration, wenn es soweit ist, werdet ihr (oder DU, Näke) es sofort am ersten Satz merken: Du wirst ihn nach dem 3x und im Kopfstandlesen noch nicht kapiert haben :)

Aber nun zu den eigentlichen Themata (welch schöner Plural) von heute, nämlich dem Untergang. Aber nein, nicht nur irgendein simpler, fast schon lächerlicher Untergang wie zB der Trojas oder einem sonstigen Dorfe, nein, es handelt sich um den ultimativen (ich benutz das Wort eigentlich nicht gerne ...) Okzident (Orient -> Sonne geht auf, Okzident, Sonne geht unter; kommt von occidere, was eigentlich sterben heisst, also passt es optimal in den Kontext) des Grauens der geprägt von Unmut und professionell zu verstecken versuchten Widerwilligkeit, die nicht nur bei mir vorhanden waren, sondern sich durch unser ganzes männliches Kollektiv der Infcömler vermehrt hatten. Aber worin bestand denn dieser dämonische Akt? Ganz einfach, wir gehen baden; - entschuldigung – schwimmen. Draussen. (Hier würden die ersten Phrasen von Beethovens 5ter Sinfonie sehr gut als Untermahlung passen … ihr wisst schon: Tö-tö-tö-taaaaaaahm)

Es ist Montagabend. Ein äusserst friedlicher dazu … so scheint es. Armer-Akira hockt vor der PC aufgeregt mit dem Herrn S9 und Alpha chattend … wie kommt man an den ominösen Ort, der von den Einheimischen „Schachen“ genannt wird? Suspekt! S9 scheint sich nicht um mich kümmern zu wollen; einmal ist er essen, dann gleich (nerdiger Terminus, „sry“) „AFK“ und demnächst wohl „off“. Glücklicherweise ist der ehrenwerter (im wahrsten Sinne des Wortes. Hier eine extra Laudatio für Alpha, der mir zum y-ten mal aus der intrastrukturierten Scheisse (ein klassischer Neologismus) geholfen hat, wofür ich ihm schon sehr dankbar bin J) sehr gut informiert und konnte sich die Inform … (argh, ich sollte Wortwiederholungen vermeiden … hmm …) die Orientierung für den Weg Bahnhof-Schachen einfach aus den Fingern saugen (respektive ihm von mir aus seinen Fingern saugen lassen … hö?) Man einigt sich auf einen Zug früher als sonst, damit wir auch wirklich alles finden werden. (Ich bin ein radikaler Nichtgernefrühaufsteher) Aber wie dem auch sei, ich musste mich dem Weg beugen und mich fügen.


~+1 Nacht~


„Wunderschönen guten Morgen“, bemerke ich zu Alpha. (Ich hab noch praktisch nie eine direkte Rede für meinen Blog verwendet; diese hier ist nur Alibi). Tonlos gehen wir geräuschlos durch die brotlose (welch panischer Ausdruck (wie geil, pansich ist mir eben eingefallen … panis heisst Brot!) Gegend, natürlich das äusserst business wirkende Gesicht auf sowie einen angemessenen Schritt.

Wir nähern uns kontinuierlich dem Punkt 0, dem Ground Zer0 … nach ein paar Komplikationen aber haben wir alles gefunden, haben uns umgezogen und uns mit einer absoluten Mehrheit von 14/15, also mit einem Prozentanteil von 93,3% auf dem Felde eingefunden … wer fehlte, muss ich hier glaube ich nicht extra erwähnen, oder? *rolleyes*


Entgegen meiner Erwartung sind wir erst ein wenig draussen, werfen Speere und springen weit. (Aber nein; wir waren nicht nur (als abschwächendes Partikel) draussen, sondern wir waren draussen!). Es war ziemlich kalt (jedenfalls ich fror) und ich wollte eigentlich nichts als einen Donut (Wikipedia sagt dem „ein[en][…] US-amerikanische[n]/kanadische[n] Krapfen … haha, ein Krapfen) und nach Hause gehen. Doof, das ich das nicht konnte.


Nach einer Weile beschloss unser Dozent der Bewegung (der übrigens wohl bis an das Absolute angrenzende Motivation, von der ich eigentlich auch keine Ahnung habe, woher er die hat … ich meine: Sport. Draussen. Schwimmen. Kälte. Hallo? Ich ziehe den Hut vor Ihnen, Herr M.), dass wir uns doch noch ins sogenannte kühle Nass begeben werden (leider mal nicht im Konjunktiv …) Man zieht sich also kurzerhand um und steht zitternd, frierend, schaudernd und widerstrebend vor der Dusche, aus der nur arktisch frostiges sogar noch flüssiges Wasser kommt … Tod und Verderben! Nachdem sich alle dem Schauerschauer (schauerlicher Schauer halt) unterzogen hatten, schwammen wir. Nicht allzu viel, aber immerhin bis zur Erschöpfung. Bäh. Nicht lustig. „Alles doof“. Schlussendlich konnte man aber nach x Längen getrost sagen: „Der Weg ist das Ziel.“

Adémersi


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Randnotiz: Ich hätte gerne mal ein Feedback additiv zum Kommentar zum heutigen Post. Ich bin in eine kleine Zwickmühle geraten. Ohne Namen zu nennen: Einige meinen, dass der Blog „abgenommen“ hat, weil die ganze Struktur (ua auch die Wörter explizit erwähnt) nicht mehr so komplex seien andererseits, und hier liegt das Problem, hiess es, dass es gut sei, dass ich ein bisschen weniger kompliziert habe. Auch ein Klammernfestival habe ich schon lange nicht mehr unternommen … und ja … vielleicht wäre es am sinnvollsten, wenn DU einen der „besten“ Blogposts nennen könntest, da ich mich dann ein wenig vom Stil orientieren kann. Schreiben kann ich eh beides: Uberkompliziert oder Blick-deutsch (only Hauptsätzen) … freu mich; bis dann ^__^



Montag, 9. März 2009

Tanz der Giganten (?)

Kurzer Zwischenrapport, es gibt demnächst noch einen weiteren Post, der schon am köcheln ist ^.~

So ist das. Man hätte es filmen sollen. Ewig auf Video bannen. Sie ewig zu binden, sie zu knechten … nein ich weiche ab … aber wirklich: Salsa-Tanz am frühen Morgen (wohlverstanden, unsererseits nach nicht nur einer, nein 2 Stunden Französisch. (Anm. d. Verf.: Die gute Frau heisst Graber … der Bösewicht von Stirb langsam 1 heisst Gruber … ich will ja nichts in die Welt stellen *rolleyes*), nicht allzu gerne gesehenes Fach …). Mit viel Enthusiasmus steht unser Sportlehrer vor uns (fast den selben Spruch hab ich in einem der ersten Einträge gebracht … déjà-vu ;)) und geleitet uns in die 2. Halle. Ein jeder Gewöhnlicher (ja, ich nehme es mir aus zu behaupten, wir seien ungewöhnlich) würde nichts Schlimmes argwöhnen. (OK, zugegeben, es ist nichts Schlimmes … aber immerhin was Fremdes) Wir treten also ein in die Halle Numero 2 und da stehen sie: Die Frauen unseres Jahrgangs. Haha, erstes Foto. Die Reaktionen. Wirklich amüsant. Aber worum es eigentlich geht … es war ja schliesslich nicht jeder anwesend: Zum zweiten Male schon üben wir mit den Frauen spontanen Salsa zu tanzen um uns auf den Kanti-Ball vorzubereiten und als „Profis“ (haha, wers glauben möchte ;D) das Tanzbein zu schwingen. Erst ein bisschen einwärmen … also eigentlich ja vor allem mal sehen, was sich unter dem anderen Geschlecht so tummelt. Niemand will zu vorderst stehen, konstantes Fröhlichsein. (Ich überdreh das Ganze ein bisschen, um die Details wirklich hervorzuheben … wir sind natürlich shcon sehr seriös, amüsant, war’s trotzdem). Ja, dann sollen wir uns paaren. ARGH! Nicht paaren paaren, sondern uns zu zweit aufstellen, weil jetzt dann der Partnertanz folgt. (Ich lache immer noch ab meinem unvorstellbar idiotischem Wortspiel … huch, wie infantil *rolleyes*). Wir stellen uns also jeweils zu zweit auf. XX mit XY. Es war ziemlich ansehnlich.

Gut ich weiss ja nicht, wie kapriziös resp abweichend ich von meiner Norm des Blogs werde, aber alles muss ja schliesslich mal ausprobiert werden: Da unser Jahrgang fast durchwegs von Schönheiten bevölkert ist, war es eine „einfache“ Aufgabe sich in Konstellation zu bringen. Je hübscher das Gegenüber wird, desto besser muss man allerdings tanzen … wohl, denkste! So wie man dann, als die ersten Berührungsängste (wir oder zumindest ich, kannte meine beiden Partnerinnen nicht ô.o) vorbei waren, in die runde geschaut hat, kam ein Grossteil der Kupplungen (mal ein taktloses Wort anstatt „Paar“ :)) mit einer Salsafigur namens „Omgkamehr“ (Gesprochen [' ɔmɠɐːmɛr] … (neinein, ich veräppele euch ;D)) einige Probleme. So auch meine Dame und ich … irgendwie war diese Drehung nicht gewollt, über, oder halt „um“ uns zu kommen. Weiss auch nicht, warum …?

Alles in Allem war es ein wirklich, ich wiederhole mich, amüsantes Erlebnis … muss man gesehen haben.

Comments erwünscht. :)

Freitag, 10. Oktober 2008

Geneva - Die Woche der Superlative!

erster Tag

Morgens früh in aller Frische am Bahnhof Aarau. Mit Kollege (welcher auch immer, ich sag mal) Barbarossa, warte ich alleine, zuerst, da wir die miesesten Zugverbindungen haben. Minuten verstreichen, und einer nach dem anderen trudelt auch ein. Eine verschlafene Menge blinzelt aus trüben Augen zu den mit voller Tatendrang gefüllten Lehrer und folgen ihnen in den ankommenden Zug. Nein, es war nur ein Lehrer, Knüssel steigt erst später zu. Unterwegs Richtung unserer Reisedestination Genf. Vor der Ankunft möchte ich ganz kurz unterbrechen und dir erzählen, was unsere eigentliche Arbeit in Genf sein wird: Einen Stop-Motion-Film aus eigener Werkstatt. Wer jetzt das grosse Fragezeichen von Minerva auf die Stirn gemalt bekommen hat, soll doch den netten Link rechts zu Wikipedia konsultieren und die Wissenslücke stopfen. ;) Wir machen in Fünfergruppen bei verschiedenen Locations in Genf Fotos und bearbeiten die dann, resp fügen sie zum Film zusammen. Wenn ich von „wir drehen“ rede, meine ich unsere Gruppe 5, bestehend aus Michi A. Jackson, Lewis, Tjom und mir. Und ja, wir waren halt nur zu Viert.


Unterwegs im ICE wird unter eifriger Diskussion ein Konzept für die Film-Story ausgearbeitet. Ein Gipfeli, welches wir scherzensweise durch alle 24 Personen teilen sollten, gab es als Stimulation für uns und unsere Gehirnwindungen. Nach etwa zwei mehr oder weniger amüsanter und ideenreicher Stunden kommen wir in Genf an. Im Gänsemarsch verfolgen wir Lehrer Flashissimo auf eine kleine, verkackte (von den Vögeln) Insel, auf der wir unser Lunch einnahmen. Kollege Aslan fängt mit blossen Händen eine Taube, was mich schwer beeindruckt, lässt sie uns aber nicht aufopfern um einen Dünndarm für unseren Film zu gewinnen. Am Rest des Nachmittages beschäftigen wir uns einem (einer oder was auch immer) Stadtralley (Rallie, Rallye oder was auch immer), bei der wir uns auf französisch durch die Leute fragen müssen, um bestimmte Gegenstände ausfindig zu machen. Wir, die Erbschenpflücker, absolvieren mit den ausgewogenen Kenntnissen, aber vorwiegend (Achtung Arroganz am Start!) mit meinem Franz-Vokabular schaffen wir es, die Kreuz und Quer liegenden Posten in Highspeed zu finden und fotografieren. Krass, hey! (→ siehe Foto). Der aber kühlste Task an diesem Spiel, war bestimmt die „Armillarsphäre“. Ich sehe grad, Word kennt den Ausdruck auch nicht … ebenso wie Wikipedia oder eine anständige Google Seite oder einer der Tausenden von sich dumm und dämlich laufenden Touristen und Ansässigen in Genf. Auf Englisch und mit Händen und Füssen haut man Passanten an; ohne Erfolg. Schlussendlich besuchen wir (schon) zum zweiten Mal an dem Tag das Touristinformationbureau. Mein Gott hat der Trottel (yes, ein Trottel) von einem Auskunftsmann seine Augen verdreht … als ob eine Horde wild gewordener Auberginen eine Anfrage nach Dalmatiner-Welpen gemacht hätte. Verdammt. Zum Glück von mir und Tjom (der der einzige war, der sich traute mit mir reinzukommen. Schämt euch, ihr anderen zwei!!) war da noch ein zweiter „Informant“ der uns weiterhelfen konnte … oder es versuchte. An seinem PC haben wir etwa auf Seite 17 der Google-Ergebnisse ein brauchbares Resultat gefunden: Es ist eine dumme Kugel aus Bronze, nein ein Globus, herrje nennt man Globen Sphären? Nein, in unseren Breiten nicht; jedenfalls ein dummer Globus halt, der halt aus Bronze ist, der beim UNO-Gebäude zu finden ist. Und mit der abartig krassesten und niederschmetternsten Wahrheit die es gibt möchte ich Tag 1 ad acta legen: Diese Hünen von Aufpasser beim Haupteingang haben uns nicht einmal in den Garten zur Kugel gelassen, damit wir ein Photo schiessen konnten. Welch Frechheit!


Tag 2

Haha, der Clou ist, dass Tag 1 noch gar nicht zu Ende war. Jedenfalls für uns Gamer nicht … Praetorians heisst das Spiel, welches die Woche noch prägen wird. Ein tolles Mittelaltergame, das man auch mit mehreren Spielern gleichzeitig per LAN zocken kann. Nun geht es darum, die PCs zu verbinden. Tjom, Non-CPU mit XP als OS, hat grosse Mühe sich mit uns Vistaler (leider, gezwungenermassen …) zu verbinden. Kollege Parameter, Bettnachbar meinerseits, versucht zu helfen indem er uns ein fünfzehn Meter (fünfzehn verdammtnocheinmal!!) langes LAN-Kabel zur Verfügung stellt. Nach Prinzip Try and Error geht man weiter … ohne Erfolg. Unser XP-Mitgamer muss leider passen, da es heute wohl einfach nicht mehr klappen würde. Schade. Michaelius Jackson (oder wie auch immer) und ich spielen noch eine Runde, bevor es zwölf Loch Loch schlägt und man schlafen geht.


So. Jetzt beginnt der 2. Tag: Nach einem relativ hässlichen und sehr spärlichen Frühstück (ja, das war ein direkter Angriff) beginnen wir unsere StopMotion-Film Session eins. Nach einem weniger gravierendem Streit beginnt man, indem Kollege Ainran Michaelius rückwärts die Treppe runterschmeisst. Kein Zuckerschlecken für klein-Michi, der gar nicht zu Frieden war. Zum Glück wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht, was noch auf ihn zukommen würde … Wir begruben ihn unter einem Sessel, und er ass Staub. Ich möchte hier nicht weiter auf den Film eingehen ;)


Am Mittag gibt es Selbstverpflegung, was ziemlich brot- und fleischlastig ausfällt. Drei Stunden später haben wir um die 700 Bilder geschossen. Beträchtlich nicht? Am Abend schauen wir 24 Leute gemeinsam die Resultate des Tages an. In den Filmen machten sich Sonnenbrillen selbstständig, harmlose Zeitungsleser verführt und Jackenskateboard gefahren. Abgefahren! Wir lernen was über ästhetische Bilde und werden auch geheissen, solche zu schiessen. Nach einer weiteren Runde Lan-Party geht man auch wieder früh schlafen. Ich hab jetzt bewusst die sich sehr streckenden Bilderbearbeitungstouren die wir hatten, ausgeblendet resp nicht erwähnt. War nicht sehr lustig. :)


3rd Day

Every Day the same Procedure, um Dinner for One zu huldigen, gibt’s wieder das wüste „Zmorgen“. Voller Elan wird von den Lehrern verkündet, dass wir am Nachmittag den Mont Salève beklettern werden. (es gibt schon einen Grund, warum ich nicht „besteigen“ genommen habe ;)). Coolerweise sind es „nur“ um die 600 Höhenmeter die es zu erklimmen gibt und Lehrer Knüssel gibt nach jedem Fünftel Wegstrecke bekannt, dass wir schon fast die Hälfte haben. Nach den ersten 200m gibt’s Pause. Jemand bekommt den jährlichen Migräne Anfall und jemand zweites geht freiwillig mit der Ärmsten zurück. Ob es wirklich, wirklich so war, möchte ich nicht ausdiskutieren. Die beiden Fronten geben ja doch nicht nach. - Ich wette mit Michi A. Jackson, dass er es nicht schafft, einen Apfel bis wir oben sind, nur mit den Zähnen im Mund zu halten. Doch er will mir das Gegenteil beweisen. Nungut … Zehn prustende, lachende und grölende Minuten später muss er unter einem Schwall von aus dem Mund triefendem Sabber klein Bei geben. Schade eigentlich. Als jemand fragt, ob wir gleich hier und jetzt umkehren können, gebe ich zur Antwort, dass wir vor sieben Sekunden am Point-of-no-Return angekommen seien, und wir und Wohl oder Übel rauf müssen. Dies war das wohl intelligenteste was ich an dem Tag verlauten liess … bis vielleicht auf die Frage, was Spoonerismus sei. Gipfelstürmer rennen den Rest des Weges nach oben, unter ihnen Tjom. Ich habe keine Ahnung, woher sie diese Energie herholten. Auch egal. ;)

Für die wunderschöne Aussicht, welche gar nicht so schön war, und Lehrer Flash8 uns schon in der Schule auf einem Foto vorne weg genommen hatte. Ich hätte es beim Foto belassen, egal, wir waren oben, und das war das Wichtigste, denn runter können wir ja mit der Seilbahn. (die übrigens einen ganz lustigen Namen hat im Französischen. Hab ihn aber leider vergessen …)


Argh scheisse … irgendwie hätte ich alles schon früher schreiben sollen, jetzt fällt mir nämlich grad nichts mehr ein, was wir dann gemacht haben. Ich mach mal ne Runde Pause. ;)

>> Du glaubst es nicht, aber aus der Pause wurden jetzt 6 Tage o_O


Weiters im Text: Beim Runtergondeln merkt man tatsächlich, dass wir bei der ersten Knüssel’schen Ankündigung, man habe fast die Hälfte, noch NICHTEINMAL einen Fünftel hatten. Tja, Sachen gibt’s ;) Wieder zu Hause beschweren sich zwei Jungs aus unserem Zimmer (Michael Jordan und Nummer 2), dass die Migränierten (schon wieder ein neues Wort konstruiert) in den 5h Abwesenheit von uns kein einziges Bild „geflasht“, wie wir die mühsame Arbeit nannten, hatten. Beim Abendbrot (Die eine Mädchengruppe inkl. Masaru hatten Fertigsalate gekauft. Hurra!) sah alles besser aus … oder beinahe besser: Mein Kartoffelsalat war irgendwie; ähm; unfein, um es seriös auszudrücken. 50% Sauce, die eigentlich keine Sauce, sondern Matsch aus dem Gemüse, angereichert mit den vielleicht 20% Sauce, war. Am Abend war … ähm … *stotter* … sorry, es ist zwei Wochen und ein Tag her, seit dieses Abendprogramm war, ich habe keine Ahnu … *unterbrech* OK, wir haben den Abend mit unserem Super-WLan Letzwerk namens „Teh uber mastahs in Genf“ gegamet, während die andere Hälfte draussen war, und es andersweitig lustig hatte. (*rolleyes*).


Day Number Four

Donnerstag war lustig. Morgens, eine Minute vor Acht. Zwei Drittel unseres Zimmers ist am Frühstücken. Michi A. Jackson und ich liegen todmüde im Bett. Nicht schlafend; wo denkst du hin; nein, das hat man uns nicht gegönnt. Man wurde durch lautes Poltern und grellem Licht aus den Träumen gerissen. Das sind die Eifersüchteleien von denen, die vom Türeknallen in ganzen Haus geweckt wurden. So liegen wir da, die Augen mehr zu als offen und sabbeln davon, wir müssten runter gehen. Nein, aber wir genehmigen uns noch eine Viertelstunde, bevor wir uns unbemerkt runter ans Buffet schleichen. (wenn wir das jeden Morgen gemacht hätten … fünf Tage an vierzehn Minuten: Siebzig Minuten länger schlafen. Nicht schlecht).


Am Morgen suchen wir dann so einen coolen Möbelladen auf, den wir schon einmal in Betracht gezogen hatten, darin eine Szene zu drehen. Die Göre am Empfang konnte kein Wort Englisch, so schlug ich mich wieder mit dem Französisch durch, und Tjom unterstützte mich auch tatkräftig. Nach langem Gerede stellte sich heraus, dass der Chef noch nicht da war, und wir doch 10 min waren sollten. Anstatt zu warten inspizierten wir das Little-IKEA: Ganz à la Chinesische-Schriftzeichen, was da voll in schien. Ich fands nicht so ansprechend, aber ich kauf ja auch keine Möbel ;) Wir haben dann die 10min vergeblich gewartet, weil er uns nichts weiter sagte, als das wir es tun dürfen. Haha. Wir haben normale Tische zu Bürotischen umgewandelt und klein-Akiras zu Bürogummi-Akiras transformiert und konnten so ohne Probleme die Szene drehen. Es kamen keine Besucher des Ladens und wir kamen gut voran. (Ja ich weiss auch warum da keine Leute waren ……..)


Danach begibt sich unsere Gruppe an den letzten Drehort: Das UN-Building. Wir stehen den hunderten von Japanern, Koreanern, Vietnamesen, Chinesen und allen andern im Weg rum (oder nein, besser gesagt: SIE stehen UNS im Weg rum). Vor lauter Vögel und Blitzen die aus den Fotoapparaten vögeln und blitzen (der war jetzt mit Absicht ;)) zieht sich unsere Dreharbeit hin. Nachdem ich die Welt mit einem Time-Stop oder auch Freeze genannt, angehalten hatte, konnte ich Tjom, im Film alias Pancock, den Todes- oder mindestens den Ohnmachtsstoss geben. Der Flog aus dem Bild davon und gut war das. Da es aber erst etwa halb 4 Uhr war, beschlossen wir, noch eine weitere Szene als SpecialFeature zu drehen (oder halt fotografieren). Meiner Meinung eine der coolsten Filmausschnitte überhaupt war das Resultat. Schlussendlich diente eines der Bilder sogar als DVD-Menu-Hintergrund …


Am Abend stand ein Movie auf dem Programm … aber welchen? Demokratie war angesagt.

Nach mehreren Durchgängen der Abstimmung standen folgende Filme im Finale: Chocolat, The Simpsons Movie und The Life of Brian. Ich als Monty Python-Fan warb bei allen damit, dass es nicht nur ein guter und philosophischer, sondern auch wohl der lustigste Film im Universum ist. Für die Simpsons stimmte fast niemand mehr; vielmehr bildete sich das Feld zu einer Chocolat und Brian Fraktion. Die beiden Kontrahentengruppen wetteiferten schlimmer als Obama und Clinton; schlussendlich gewann der Brian. Neunzig Minuten Humor vom Feinsten standen uns bevor. Ich genoss es und konnte selig einschlafen.


The Fifth Day

Cool wie wir waren (und immer noch sind ;) ), haben wir uns den Freitagmorgen schön von Dreharbeiten frei gehalten, um uns voll und ganz der ganzen Bearbeitung widmen zu können. Haha. (Man stelle sich dies Lachen als solches vor, genau dann, wenn Knüssel was Zweideutiges oder sehr Ironisches gesagt und dann ein sarkastisches „Haha“ verlauten lässt) Falsch gedacht (immer noch selber Tonfall). Nach fünf Stunden Arbeit (wohlverstanden: Hochtourige Rotation, Konzentration und *suche ein Wort mit –ion* … und Kommunikation. Auf drei Laptops gleichzeitig) hatten wir noch kein Ende in Sicht und mussten resigniert zum Mittagstisch. (Essen halt … notwendiges Übel) Danach nochmals weiter mit Hintergrundmusik suchen, flashen, Bilder suchen und bearbeiten. Alle standen am Anschlag, und als sich gegen drei Uhr (wo wir dann alle Filme der Gruppen schauen wollten) immer noch kein Ziel in sicht stellte, kam eine Krise auf uns zu. Der Kollaps ereignete sich um 14.50 Uhr, als wir feststellten, dass einige Bilde noch nichteinmal ins Flash importiert wurden. Glücklicherweise war bis auf eine Gruppe noch keine fertig. So wurde die Deadline auf 17.00 Uhr im Zug gesetzt. Tjom und ich programmierten die einzelnen Fragmente des Gesamten zusammen, bis wir kurz vorm Kotzen waren. Diese dummen Züge die in den Kurven schaukeln … Arbeit eingestellt. Alle am Sterben. Haha (fröhlich). Herr Hauswi … argh (keine Namen) … ähm… Hausmeister (sorry ;) ) verlegte den Abgabetermin ein letztes Mal auf später: Der kommende Montag. Nach einem sehr stressigen Wochenende und einem externen Treffen mit Herrn MH konnte dann der Stick mit den Daten endlich überreicht werden.

Yeah!


Ich hoffe es hat euch gefallen und schaut wieder einmal vorbei. Wenn man unten Auf „Kommentare klickt, kann man mir noch ein Feedback geben; danke


~le fin~


[P.S: Eigentlich wollte ich in allen Texten auf Smilies und Inflektive (wow, nichtmal Word kennt das Wort. Ein Inflektiv ist so was *gähn* oder *rolleyes*) vermeiden um möglichst mein schreiberisches Können herauszufordern. An manchen Stellen hab ich aber ohne Vorwarnung voll auf dieses Dogma verzichtet und drauflos inflektiert (oder was auch immer).]