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Mittwoch, 1. Juli 2009

Am Anschlag alles

Erstmal stellt sich schon das erste Problem über wegen dem Titel. Ich möchte gerne einen Genitiv von dem infiniten Partikel alles machen; insgesamt heisst es etwa „am Anschlag von allem stehen“ … jedoch ist das doof, weil es halt ein Dativ ist und nicht ein cooler Genitiv.

Die letzten 2 Wochen waren wohl die heftigsten, nervzehrendsten und, wenn ich es mal so nennen darf, stressigsten Tage meiner eigentlich bisher ziemlich tollen Kanti-Zeit. Ich schildere mal die letzten beiden Tage, unglaublich, unfassbar:


Montag

Glücklicherweise hat man am Dienstag zusammen mit Anyves einen coolen Vortrag. Ebenso in der ach so begehrten Sprache Englisch bei dem wohl coolsten und klarsten strukturiertesten Lehrer … ja, das macht das Leben angenehm …*rolleyes*. Am Montag Nachmittag hat man ja eigentlich einen Freien; aber nein, man hat halt eben nicht: Man arbeiten tut, bis zum kollektiven den Bach rauf- und runterkriechen vor lauter Ex- sowie Implosionsphasen des eigenen Verstandes respektive der Geduld. Close to the edge, close to the end, down riverside by the corner … see how it’s castifiying, I get down, I get down. So würde ich das interpretieren. Und ja, castifying ist mein Lieblings- anglizistischer Neologismus, den ich als Synektoche alles (wieder der Genitiv) verwende (eine Art wie „der Keks“, den ich ja fast überstrapazieren tu) und mit dem ich epische Zeiten einläuten kann, ähnlich unserem lieben Gorbi, der zwar nur das Ende eines Krieges herbeigeklingelt (wie es unser Mathematiker sagen würde), jedoch dafür einen Friedensnobelpreis bekommen hat, und ich nicht, was mein inneres Antlitz schon um einige Grade betrübt, obwohl ich ja kein Mensch bin, der Zitronensaft in der Aorta pumpt. Dein Gesicht ist entgleist!


Montag gibt fast nichts her irgendwie. Yedenfalls wars recht mühsam, ich kam abends, am Anschlag, nach Hause und, nein, bin nicht schlafen gegangen, ich habe an dem vermaledeiten Podcast gearbeitet. Es. Ist. Unglaublich. Aber Dienstag: Zu guter Erst kommt das Fach, dem wohl am meisten ein Blog gewidmet wurde: Gymnastics. Warum, warum, warum, muss man am letzten „normalen“ Schultag Schwimmen gehen. Warum hat Falleriah da den 38er nehmen können. Warum ist es verdammtnocheinmal so früh am Morgen, dass klein-Akira eine dumme S9 früher nehmen muss?! Unser ambitionierte und vor allem uns motivierende Sportlehrer steht vor uns. Ein Vorher-Nachher-Bild hätte man machen sollten als unsere Gesichter entgleisten, als er uns die Hiobs-Botschaft überbrachte: 500m schwimmen. Ich glaube, dieses Schauspiel bedarf nicht weiterer genauer Ausführungen, es war schrecklich, es war eine absolute Katastrophe. Mein Gott, du kannst dir vorstellen, dass ich schon einen halben kataraktartigen Kollaps hatte, bevor ich nur im Wasser (das allerdings, zu meiner Verteidigung, sehr kalt war) war. Nun gut, in einer, vielleicht, unterdurchschnittlichen Zeit, kommt man doch auf den anderen Seiten des Beckens jeweils an und legt diesen halben Kilometer zurück. Üüüüä.

Dann, ja, kommt irgendwann, nach einer unglaublichen restlichen Turnstunde, unser Englischvortrag über das querulante Thema Eastern. Wer mehr darüber erfahren möchte, soll doch mal wikipediasieren oder any Yves fragen ;) Alles in allem ist es gut gelaufen … ya, sogar sehr gut, wir waren, wenn ich richtig entsinne sogar die Besten … böse Zungen höre ich rufen, dass es Willkür sei: Aber ich strecke dir meine Zunge heraus, mir kackegal, ich freu mich über die Note!

Rest vom Tag (Anm. d. Verf.: Es ist erst 12.30) isst man zu Mittag (also man schnabuliert respektive mangiert) … und nimmt Podcast auf.

Der S9 Michi, exMichael Jackson (Rest in Peace) oder wie man ihn auch immer nennen will, Jojo Jo, Junkey Ape, Mr Bird oder einfach Lewis und ich besetzen den Studienraum mit Aufnahme-Racket (by Switchinfra) und PCs. Meine Güte war das eine Zangengeburt … hat sich aber hoch zwei gelohnt, Alpha hat gelacht: Herr S. war der absolute Obergag, bei dem einfach kein, nicht absolut herz- und lungenloser Mensch, nicht lachen kann. Ich konnte meine Energie an einem Zitat, das mit Carl Orffs Carmina Burana hinterlegt worden war (ich mein, mit dieser Stelle „O fortuna“ läuft es jedem kalt und warm den Rücken runter) auslassen und hatte meinen heiden Spass dabei. Alles in allem eine heisse Sache, bis Jo los musste und S9 und ich kurz darauf rausgeschickt wurden (von wem wohl? Und vor allem: Auf welche Weise wohl? ;)), weil man ja schliesslich nicht in der Schule übernachten kann. *rolleyes*. Das Leben ist zu kurz zum sich aufregen, so haben wir noch schnell Klaus Mann von den Toten beschwört und wieder die Fortuna laufen lassen und sind dann nach Hause gekrochenneiScherz: Mit Michael Jackson bin ich, so weit ich weiss, noch nie an den Bahnhof gelaufen … wie haben immer Stress. Üüüüää.


So, jetzt kommt er, der Mittwoch:

Früh morgens (Muahahaha, um 10.10, obersuper, endlich mal ausschlafen, juchee!) trifft man sich zum Abteilungstag. So eine Art Schulreise für uns Studenten. Oh du Fröhlich. Man fährt mit WSB in einem ohrenbetäubenden Lärm, als ob die Kannibalenleichen persönlich dabei gewesen wären. Man fährt in den sogenannten Waldseilgarten in RXXXhof, oder so. Die so unfassbaren Seilkonstruktionen, in luftigen Höhen hängend, könnte man als schwindelerregend bezeichnen. Doch klein-Akira ist ja nicht klein sonder teh sensei, ultimativ und furchtlos, dem Unfassbaren gleich; so kann ich vor nichts den Schwanz einziehen (mon Dieu ist das eine selten-dämliche Redewendung …). Ich begebe mich mit (wohl schwindelfreien) Knüssel und Klassenkollegium in die Hängenden Gärten von Neu-Babylon … lol. Es war absolut nicht heftig und schlimm, nach 2 Parcours waren wir bei Level 6, Finale, man macht einen Running-Through und man hats hinter sich. Ich frag mich, wer sich bei der „demokratischen“ Abstimmung für diese Reisedestination gemeldet hat *rolleyes*. Nuja, immerhin besser als Alpamare.

Anstrengend war die Rückreise von diesem Spielplatz in den Bäumen zum Bahnhof. Alles bergab, aber ohne zu Trinken, in der blanken Sonne ausgesetzt, wie einen vor dem verdursten stehende Karawane in irgendeiner depressiven Dystrophie. Was solls, wir habens dann doch geschafft, wir sind ja schliesslich nicht von irgendwie, sondern DIE Infcömler. Unterwegs haben Salvador und ich fast eine neue Heterodoxie (wer das Wort Häresie noch kennt … ist dasselbe) … Neolinguismus nennen wir das Phänomen. Es basiert quasi auf einem exaggerierten Niveau des Neologismus. Das Buch, wo alles beschrieben wird, wird „Dr. Dalis Einführung in den Neolinguismus in der deutschen Sprache auf der Basis definierter Neologismen der Neuzeit aus verschiedenen Sprachen und Stefan’s“ heissen, dessen Autoren halt Salvador und ich sind. Als kurze Zusammenfassung kann man sagen, dass man halt die Sprache insoweit vereinfacht, dass es nur noch regelmässige Verben gibt. Ich esse = Ich mangiere, ich trinke = ich buviere. Das Trinken ist das Buvinat, das Essen das Manginat. Der Essraum ist das Manginatorium der Trinkraum das Buvinatorium. Der Clou ist, dass man auf Basis von drei verschiedenen Suffixen, nämlich –iren (Verb), -at (Nomen) und –orium (Raum) aufbauen kann und dabei sogar noch mehr Möglichkeiten entstehen, wie z.B. der Trinkraum, was im Deutschen leider schon ein Kompositum ist. Üüüüüäää.

Nach wie erwähnter, langer Wanderung, kommt man am See an. Die ersten gehen gleich ins Wasser, ich zögere noch; immer diese doofe Kälte, doofes Seewasser. Mist. Morice. „Dank“ ihm und Falleria werde ich dann halt doch noch geplanscht (wenn man das denn im Passiv benutzen kann). Naja, schaden tuts ja sicher nicht … hoff ich zumindest. Den Rest des Abends verbringt man mit einer erneuten Runde (nach dem Park) „hängen“, wobei dies schnell zu einem intensiven (v.a. Knüssel ist hier positiv hervorzuheben) Sportereignis eskalierte. Es war furchtbar spassig, wirklich, unsere Klass ist halt so obertoll, dass sogar Volleyball (!!!) Spass macht. Ist das nicht unglaublich? Ungeheuer? Haha.

Habe ich etwas vergessen?


Das Problem ist, dass ich nicht mehr wirklich weiss, was alles war … und ja, in diesen Gärten hängen fördert ja nicht gerade die soziale Interaktion. ;)



Ich danke für die Aufmerksamkeit und zum Schluss noch dies:

Leider muss ich mich schon zum zweiten Mal in der Blogexistenzzeit von ein paar Leuten verabschieden :(

Näkemiin, auch Blogbesucher in, Andii, zukünftige Spanischlerin, Fallierah, wohl ebenfalls und Mr K., USA-Man, werden für ein Jahr im Ausland sein. 2 von ihnen kommen zurück zu uns, die anderen eine Klasse runter … Ich wünsche euch einen wunderschönen, mit ganz viel coolen Erinnerungen und Erlebnissen, und auf dass ihr wieder unbeschadet zurückkommt, man bleibt in Kontakt, hier, im Messenger oder sonst wo … machts Gut \(^___^)~


Und ebenfalls, wie letztes Mal, geht auch wieder jemand … lieber Mr. F, ich wünsch dir viel Erfolg, was immer du machen wirst; aber du wirst deinen Weg finden, da bin ich überzeugt! Bis dann \(^___^)~


Und dem ganzen Rest, der jetzt dann Ferien hat, noch nicht hat, nie haben wird, immer arbeiten muss oder einfach mal Blauen macht; all den Leuten die das lesen oder erzählt bekommen oder halt einfach huminieren, denen wünsche ich absolut schöne 5 Wochen und auf einen etwaigen Besuch hier, meine Ferien geben sicher wieder einen oder mehr Blogs her, bis dann

See ya!

Mittwoch, 17. September 2008

Der Lernmarathon

Tja, während ich hier sitze, im Hintergrund Ian Gillan sein Child in Time ekstatisch vor sich hinträllert, habe ich einiges an ermüdender und zermürbender Arbeit hinter mir. Das Unheil, respektive die erneute Unterbeweisstellung des Schicksals, dass es mich nicht sonderlich mag, begann schon mit Samstag: Ich lass der Zeit wertvolle Minuten verstreichen und verstreichen, dann ist man noch anderweitig beschäftigt, und schlussendlich ausser Haus. Nichts gelernt. Sonntags kommt die nackte Wahrheit wie des Teufels Grossmutter auf den Stelzen daher: Letzte Schulwoche, oder wie ich sie auch gerne nenne: Die Woche, des immer wiederkehrenden und kontinuierlich an Absurdität ansteigender Doomsdays. Ja, das ist sie; gleich montags eine haarsträubende und meine Dünndarmwindung verzerrende (nuja, so schlimm auch wieder nicht ;)) Geschichtsarbeit angesagt. Kalter, nein Eiskalter Krieg. Dann hab ich meine ersten 20 Kilometer des Marathons absolviert. Ja, ich möchte mich unter anderem bei Kollege Scaffold entschuldigen, der mich im Nachhinein tadelte, den Wikipedia-Artikel des Krieges gelesen zu haben. Es war krass. Wohl eines der krassesten Wikipedia-lese-Erlebniss, das ich jemals hatte. Fünf Stunden (ja, verdammte fünf Stunden) später, bluteten meine Augen von der Augentumore verursachenden schwarzen Schrift auf weissem Wiki-Grund. Aber was tut man nicht alles, wenn man eine gute Note will? Nuja, wenn ich ehrlich bin, war des Überflusses zu viel … ich hab die fünf Stunden nicht investiert um ein Gutes Resultat zu erzielen, sondern, weil es mich halt einfach interessierte.
D-Day kam und ging; fast so geräuschlos wie ein Streichholz, welches im freien Fall liegt. Eine in meinen Augen viel zu lächerlich einfache Arbeit wurde verteilt, und ich … haha, ich war nur enttäuscht.

Kaum war jedoch der Test vorbei, waren schon neue Gedanken in meinem Kopf: Englisch. Nun kommen einige Spekulationen daher. Laut (scheisse, ich weiss die Namen nicht mehr, die ich im letzten Blogeintrag verwendet hab nicht mehr. Egal, derjenige wird’s schon merken, auch mit anderem Namen. ;)) Kollege Stockholm waren es an die 500 Wörter, laut irgendeinem Mathematiker waren es etwas mehr als 300 … und laut Klein-Akira waren es, wenn ich mich recht erinnere etwas mehr als Elftausend … Lassen wir dieses Thema, belassen wir es dabei, dass es viele Wörter waren. - Nun ist Montag Nachmittag, ich hab noch Deutschtexte zu schreiben, ein französisches Gedicht par coeur (das heisst auswendig) zu lernen und eben diese verdammten Vokabeln. Ich machte einen auf ganz übel Behinderten, etwa Trisomie-4, und starrte jedes einzelne Wort praktisch in mich hinein. Ganz besessen davon, dumm und dämliche Ausdrücke wie „Aktivitäten ausserhalb des Stundenplanes“ wollten von meinem Hoover-Brain einfach nicht eingeatmet werden. Das Franz-Gedicht liess ich vollends sausen, da ich mich im Stande fühlte, die random(25); Zeilen in den Pausen mir zu verinnerlichen. Dass ich um zehn Uhr des folgenden Tages gerade mal die ersten 2 Zeilen konnte, verschweige ich hier. (oder doch nicht?). Wie dem auch sei, ich schlief mit einem Kopf so gross wie - wer von euch hat Mars Attack gesehen? - genau so ein Alien, ein. Umso grösser war die Verwunderung, als unser lieber Mister EnglishTeacher, nach einer tortur-artigen Turnstunde, in der wir Wörtli-löschende Handstände üben mussten, lediglich 17 Wörter abfrug. (Diese coole Imperfektform von Fragen habe ich im „Der Schimmelreiter“, von Theodore Storm gesehen!!!). Durch weiteres geschicktes Kalkül habe ich dann noch drei weitere Zeilen des wunderbaren Gedichts namens „Le cancre“ gelernt.
Tja, was steht noch an? Eine Repetitionsarbeit Latein (jaja, haha, ich seh euch durch den Bildschirm ins Fäustchen lachen, dass ich armer Tropf Latein lernen muss. ;)) und am Freitag noch eine zweite Englisch-Probe (warum zur Hölle zwei Englisch-Tests in einer Woche?) sowie eine Geographie und Astronomie.

Macht uns nichts, wir sind ja zum einen Lern-Experten und innen und zum anderen „resilient wie ein Stehaufmännchen“ (Zitat des Herrn G.) … oder nicht? ;)